Schülerin Saskia Pfannkuch experimentierte fünf Tage im Labor der Uni Marburg

Ein Faible für fast alles

Vielseitig interessiert: Die Oberstufenschülerin Saskia Pfannkuch stand im Erfinderlabor für junge Leute. Foto:  Wagner

Gensungen/Melsungen. Es muss nicht knallen und zischen, aber es soll ein Ergebnis herauskommen. Saskia Pfannkuch ist von den Naturwissenschaften begeistert und geht den Dingen gerne auf den Grund. Weil die 17-jährige Gensungerin besonders begabt ist, hatte die Geschwister-Scholl-Schule Melsungen sie für ein fünftägiges Erfinderlabor an der Universität Marburg vorgeschlagen.

Zum zweiten Mal hatte das Zentrum für Chemie in Bensheim gemeinsam mit Siemens, dem Hessischen Kultusministerium und dem Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung sowie dem Arbeitgeberverband Hessenchemie, Schüler mit überdurchschnittlichen Leistungen in Naturwissenschaften, Mathe und Englisch zu einer Projektwoche eingeladen.

90 Bewerbungen

90 Schüler von 50 Schulen hatten sich beworben. Genommen wurden 16, darunter die Gensungerin Saskia Pfannkuch. „Wir wurden in Vierergruppen eingeteilt. Jede Gruppe wurde von einem Chemie-Doktoranden betreut.“ Mit 15 anderen hessischen Schülern befasste sie sich mit dem Forschungsgebiet Nanotechnologie und experimentierte in den Laborräumen der Universität Marburg.

Zwei Experimente sollten die jungen Nachwuchsforscher in ihren Gruppen machen. Eines davon: „Wir befassten uns mit nanoporösen Oberflächen. Das heißt, wir behandelten eine Aluminiumfläche so, dass die Oberfläche hinterher viele kleine Löcher aufwies. In diese Poren füllten wir Farbe, und dadurch schimmerte das Aluminium blau.“

Was für viele Menschen wie böhmische Dörfer klingt, ist für Saskia glasklar. Dahinter steckt eine große Neugier. „Mich interessiert, wie die Dinge aufgebaut sind: in Chemie die Metalle, in der Biologie die Körper und Pflanzen.“

„Ich möchte nach dem Abitur Medizin studieren.“

Es gibt eigentlich nichts, was die 17-jährige Schülerin der Melsunger Geschwister-Scholl-Schule nicht spannend findet. Dennoch ist ihr Berufswunsch klar. „Ich möchte nach dem Abitur Medizin studieren.“ Ob sie dann in die Forschung geht oder in einem Krankenhaus arbeitet, weiß sie noch nicht.

Saskias Lehrerin Kerstin Dippel hatte die Ausnahmeschülerin für das Erfinderlabor vorgeschlagen. „Dort sammeln Schüler, die besonders begabt sind, neue Erfahrungen, werden gefordert und gefördert.“

Für Saskia Pfannkuch waren die fünf Tage an der Uni in Marburg eine tolle Zeit. „Wir konnten so viel ausprobieren. Wir forschten und experimentierten mit Geräten, die in der Schule nicht zur Verfügung stehen. Das hat Spaß gemacht.“

Aber Saskias Leben dreht sich nicht nur um Teilchen, Elemente und Reagenzgläser. In ihrer Freizeit liest die Oberstufenschülerin Romane, „realitätsferne Liebesromane“, ergänzt sie. Auf die Frage, welches Schulfach ihr Liebstes sei, antwortet die 17-Jährige nicht etwa Mathe oder Chemie, sondern Sport.

Quelle: HNA

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