Regierungspräsident starb durch einen Kopfschuss

Fast eine Woche nach der Tat: Verdächtiger im Fall Lübcke festgenommen

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Der Tatort in Wolfhagen-Istha: Hier wurde Walter Lübcke erschossen.

Im Fall des getöteten Regierungspräsidenten Dr. Walter Lübcke hat die Polizei einen Verdächtigen festgenommen. 

Aktualisiert um 21.29 Uhr - Das bestätigte Soko-Sprecher Torsten Werner auf Anfrage unserer Zeitung: „Wir haben eine Person in vorläufigen Gewahrsam genommen." Laut Werner wird die Person derzeit vernommen. Weitere Angaben wollte der Soko-Sprecher nicht machen, „zum Schutz der Person". Die Vernehmung müsse erst abgeschlossen werden. "Wir wollen und müssen zunächst weitere Informationen sammeln.“

Die FAZ hatte berichtet, es handle sich um einen jungen Mann, der in einer privaten Beziehung zu dem getöteten CDU-Politiker gestanden haben soll. Auf die Spur des Mannes sind die Beamten nach der Auswertung von Mobiltelefon-Daten von Lübcke gekommen, heißt es in der Meldung weiter. Bestätigen wollte Werner das nicht. "Wir bitten darum, keine Spekulationen zu verbreiten“, betonte der Soko-Sprecher.

Würden sich die Indizien erhärten, soll der Verdächtige am Sonntag dem Haftrichter vorgeführt werden, berichtet die Bild-Zeitung.

160 Hinweise bis Samstagmittag eingegangen

Dem Ermittlerteam der 50-köpfigen Soko unter Leitung von Kriminaldirektor Daniel Muth lagen am Samstagmittag rund 160 Hinweise aus der Bevölkerung vor, teilte die Polizei am Vormittag mit. Die zugesandten Fotos und Videos werden kontinuierlich ausgewertet. Auch weiterhin bittet die Sonderkommission um Hinweise, die zur Aufklärung der Tat beitragen können. Die Spurensuche am Tatort wurde am Freitag beendet.

Der Regierungspräsident wurde in der Nacht zum vergangenen Sonntag erschossen. Gegen 0.30 Uhr fand ein Familienmitglied den 65-Jährigen auf der Terrasse des Wohnhauses in Wolfhagen-Istha.

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