Ein Fallgatter für die Weidelsburgruine

Das Werk ist vollbracht: Für das neue Fallgatter über dem Ostturmeingang der Weidelsburg setzten Uwe Bächt (von links) und Denis Geromin die führenden Klauensteine. Darüber freuten sich Bernd Klinkhardt und Heinrich Bachmann vom Förderverein sowie Bauleiter Volker Debelius. Foto: zih

Ippinghausen. Auf dem Gelände der Weidelsburg gibt es für die Besucher zwei neue Hingucker: Rechtzeitig zum Tag des offenen Denkmals am Sonntag, 8. September, haben der Naturpark Habichtswald und der Förderverein zur Erhaltung der Weidelsburg ein historisches Fallgatter und eine Panoramatafel installiert.

Das Gatter ist an einer schmiedeeisernen Kette befestigt und über der Eingangstür des Ostturmes aufgehängt. Dieses Objekt wurde von den Unternehmen Rainer Arend (Zimmerei) aus Altenstädt, dem Ippinghäuser Stefan Opfermann (Schlosserei) und Steinmetzmeister Uwe Bächt (Elbenberg), der die Klauensteine zur Führung des Fallgatters setzte, nach mittelalterlichen Vorlagen angefertigt.

Kosten: 8000 Euro

Die zweite Attraktion ist moderner Art – bei ihr handelt es sich um eine von Stefan Opfermann gearbeitete colorierte Metallpanoramatafel, sie kann auf der Aussichtsplattform des begehbaren Ostturmes in Augenschein genommen werden. Von dort kann der Besucher nicht nur einen märchenhaften und weiten Blick über das Märchenland der Brüder Grimm genießen. Durch die Panoramatafel erfährt er jetzt auch, welchen Ort oder Berg er betrachtet. Die Gesamtkosten für das Fallgatter und die Panormatafel summieren sich auf 8000 Euro, finanziert über das Leader-Programm der EU und Eigenmittel des Fördervereins. In dieser Summe enthalten ist zudem eine verschließbare Ostturm-Eingangstür aus Eichenholz, die in den nächsten Tagen noch eingebaut wird.

Ein weiteres Projekt, ein historischer Wehrgang an der Mauer zwischen dem Ost- und Westpalas, hat der Förderverein aus Kostengründen auf Eis gelegt. Diese Maßnahme hätte mit über 50 000 Euro zu Buche geschlagen. Dafür wird aber ein begehbarer kleinerer Wehrgang in dem an der Mauer des Naumburger Tores stehenden Wehrturms gebaut.

Gäste, die am Donnerstag vor einer Woche der Weidelsburg einen Besuch abgestattet haben, konnten ein besonderes Schauspiel miterleben. Mitarbeiter einer Spezialfirma kletterten gesichert an Seilen an der Außenmauer bis zur Spitze des Westturmes, um die dort aus den Mauerkronen wachsenden Bäume zu entfernen und die geschädigten Fugen wetterfest zu sanieren. (zih)

Quelle: HNA

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