Sohn der Betroffenen ist auf elektrischen Inhalator angewiesen

Falsche Rechnung: Eon drohte, den Strom abzustellen

Schwalm-Eder. Der Stromanbieter Eon-Mitte Vertrieb hat einer Spangenberger Familie gedroht, den Strom abzustellen, obwohl diese alle Rechnungen bezahlt hat. Was den Spangenbergern besondere Sorgen bereitete: Ihr Sohn ist auf einen elektrischen Inhalator angewiesen.

Ein Stromanbieterwechsel im Jahr 2010 entwickelte sich für Gerhard Reuter zum Albtraum: Der 43-Jährige kündigte seinen Vertrag mit Eon und bekam eine Schlussrechnung über 1628,85 Euro. 1500 Euro waren laut Eon bereits bezahlt, den Rest überwies Reuter. Das belegen Kontoauszüge.

Doch im vergangenen März – zwei Jahre später – flatterte der Familie erneut ein Eon-Schreiben ins Haus: eine Schlussrechnung für denselben Zeitraum über 1628,80 Euro. Reuter wies das Unternehmen auf den Fehler hin.

Die Reaktion: Eon versuchte, das Geld abzubuchen – ohne Erfolg. Die nächsten Schreiben des Unternehmens waren weniger freundlich. Eon drohte Reuter mit einem Inkassounternehmen und damit, den Strom abzustellen, obwohl das Unternehmen die Reuters seit 2010 gar nicht mehr beliefert.

Mit der Ungewissheit, ob der Strom weiter fließt, musste die Familie seitdem leben. „Das ist umso schlimmer, da unser Sohn an Asthma erkrankt ist und auf ein elektrisches Inhaliergerät angewiesen ist“, sagt Reuter. Eine Reaktion von Eon auf die vielen Schreiben gab es nicht.

Erst auf Anfrage der HNA regierte Eon: „Wir bedauern sehr, dass wir bei der Familie Reuter zu Ärger und Verwirrung beigetragen haben und entschuldigen uns in aller Form“, sagt Sprecher René Schneider. Die Schlussrechnung sei aufgrund eines Bearbeitungsfehlers erneut versendet worden. Noch schwerer wiege, dass das „Servicecenter gepennt hat“. Eon will sich entschuldigen und den Reuters einen Gutschein als kleine Entschädigung schenken.

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare