Prozess wegen 200-Euro-Blüte vor Amtsgericht

Falschgeld angedreht

Schwalmstadt. Um Falschgeld ging es vor dem Amtsgericht in Treysa. Eine 33-jährige Frau aus dem Altkreis soll im April dieses Jahres einen falschen 200-Euro-Schein in Umlauf gebracht haben.

Die Staatsanwaltschaft wirft ihr vor, den Schein bei einem Treffen mit einer 19-jährigen Internetbekanntschaft dabei gehabt zu haben. Sie habe dem jungen Mann aus Rauschenberg erklärt, dass ein Bausparvertrag ausgelaufen sei und sie den großen Schein gerne wechseln würde. Da der 19-jährige damalige Hartz-IV-Empfänger nicht genügend Geld zur Hand hatte, fragte er seinen Vater, bei dem er mit im Haus wohnt.

Der Vater, ebenfalls als Zeuge vor Gericht geladen, hatte tatsächlich vier 50-Euro-Scheine, mit denen er am kommenden Tag Rechnungen bei einer Bank bezahlen wollte. Man habe noch gescherzt, ob der Schein denn auch echt sei, sagten Sohn und Vater. Es käme eher selten vor, dass man so große Scheine im Original zu Gesicht bekäme. Schließlich habe er das Geld aber gewechselt.

Das Erwachen folgte am nächsten Tag bei der Bank. Hier wurde klar, dass es sich bei dem Schein um eine Blüte handelte. Der verärgerte Vater konfrontierte seinen Sohn, der die 200 Euro selbst bezahlen musste. Kontakt hat er mit der bereits strafrechtlich bekannten Frau heute nicht mehr.

Das Verfahren wurde vertagt, weil die Verteidigung auf Original-Unterlagen und die Ladung weiterer Zeugen bestand. (joc)

Quelle: HNA

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