Origami-Workshop: Japanische Technik für Straßenkunst

Falt-Raben für die Stadt

Ein Rabe, gefaltet aus Apfelpapier. Foto: privat

Gudensberg. Eine tolle Überraschung waren die in Origamitechnik gefalteten Raben, die im vergangenen Jahr die Gudensberger Altstadt besiedelten. „Bis heute wissen wir nicht, wo überall welche gelandet sind“, sagt Monika Faupel vom Kulturbüro.

Paul Jacob, ein junger Künstler aus Cottbus, hatte sie zusammen mit seinen beiden Mitstreitern Andreas Schluttig und Jens Gebhardt zwischen den Fachwerkhäusern ebenso landen lassen wie in der Untergasse und im Stadtpark.

Die drei sind seit einigen Jahren mit Gudensberg durch den Bau der Märchenbühne und die Holzfachschule Schneeberg verbunden. Jens Gebhardt etwa ist Anleiter der Studenten, die in Gudensberg mit der Kettensäge Kunst- und Sitzelemente erstellen. Paul Jacob war einer der Studenten, jetzt ist er selbständig tätig. „Streetart“ (Straßenkunst) gehört zu seinen Lieblingsprojekten. „Meine Raben sind schon in vielen Städten gelandet, auch in Madrid“, berichtet er. Allerdings sind sie nicht überall so gut platziert wie in Gudensberg. „Hier gibt es einen historischen Hintergrund für die Raben“, sagt Monika Faupel und erzählt die Geschichte von Wotan, der auf dem Schlossberg verehrt wurde. „Ihm zur Seite standen zwei Raben, Hugin und Munin, die seine Boten waren.“

Mit der Origami-Falttechnik wird es für jedermann möglich, seinen persönlichen Raben zu falten. Der muss dann nicht unbedingt schwarz sein. Alte Plakate, Zeitungen, Illustrierte etc. bieten kostenloses Material für lustige Figuren. „Wir hoffen sehr, dass sich viele Menschen daran beteiligen werden“, sagt Faupel. • Wer mitmachen will, kann die Falttechnik in einem kostenlosen Workshop erlernen, am Mittwoch, 26. Februar, ab 14.30 Uhr im Sprung, Untergasse 30 und ab 19 Uhr im Bürgerhaus. (red)

Quelle: HNA

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