Start der Saison

Erdbeeren zum Selberpflücken auf dem Feld der Rompfs in Verna

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Im Doppelpack: Franziska George aus Nassenerfurth (links) und Diana George aus Großenenglis hatten zu zweit ruckzuck ihren großen Eimer voll – einfach zum Essen und für die Zubereitung von Saft. 

Verna. Süß, saftig und auch noch gesund: Erdbeeren sind aktuell in aller Munde. Die Verkaufsbude der Familie Rompf ist derzeit elf Stunden am Tag geöffnet. 

Die Saison hat begonnen, gut dreieinhalb Wochen wird sie auf dem Feld der Familie Rompf in Verna wohl dauern – denn hier gibt es insgesamt sieben Sorten, die auf Liebhaber warten.

Auf der zwei Hektar großen Fläche sind insgesamt 120 000 Pflanzen verteilt, an 54 000 hängen die Früchtchen bereits dicht an dicht, die anderen Pflanzen sind noch im Wachstum. Auf dem frischen Land – Rompfs nutzen das Feld mit Blick auf Verna und Welcherod zum ersten Mal für den Erdbeeranbau – gedeihen die Pflanzen besonders gut, es gibt laut Anette Rompf weniger Unkraut.

Naschen macht Spaß: Anja Vaupel aus Frielendorf war mit Tochter Lia auf das Feld nach Verna gekommen.

Täglich elf Stunden ist die Luke der erdbeerroten Verkaufsbude geöffnet. „Die meisten Pflücker kommen am Morgen und kurz vor einem Gewitter“, hat die Vernaerin die Erfahrung gemacht. Ihre Kunden kommen überwiegend aus der Region, einige sogar bis Hersfeld. „Sie haben sich den Weg ins Navi programmiert“, sagt Anette Rompf.

Sieben Sorten zur Wahl

Und die Kunden haben Ansprüche: Süß müssen die Erdbeeren sein. Und nicht zu empfindlich für Druckstellen. Die Rompfs haben sich den Wünschen angepasst: Sieben Sorten gibt es mittlerweile zur Wahl, gekennzeichnet sind die Reihen mit klangvollen Sortennamen wie Polka und Darroyal. Den Großteil der Fläche nehmen die drei beliebtesten Sorten ein.

Für das Pflücken hat die Familie einen Leitfaden erstellt – der prangt plakativ am Erdbeerpavillon. Denn wer zum Pflücken kommt, sollte ein Gefäß mitbringen. Für ganz Spontane können auch direkt Vorort Eimer gekauft werden. Als Orientierungshilfe dienen weiße Stäbe, die den Kunden zeigen, wo gepflückt werden kann. Als Unterlage liegt zwischen den Reihen Stroh. Das hat sich über Jahre bewährt und sorgt dafür, dass man die Wege trockenen Fußes begehen kann.

Das Pflückverhalten ihrer Kunden kennt Anette Rompf, die im Verkauf von ihrer Mutter Mathilde Vogel unterstützt wird, mittlerweile genau: „Viele kommen häufig und holen sich immer so viele Früchte, wie sie verbrauchen. Wenn Kunden mit großen Eimern kommen, wird aus den Erdbeeren Marmelade gekocht.“

Auch für die Verarbeitung ist am Verkaufsstand bereits einiges zu haben: beispielsweise Tortenböden einer nahen Bäckerei, Tortenguss und Gelierzucker. Rezeptheftchen gibt es gratis.

Anja Vaupel aus Frielendorf war am Morgen mit Tochter Lia (eineinhalb) zum Ernten gekommen. „Besonders mit Kind ist das hier ein Erlebnis. Und Lia probiert natürlich direkt vom Strauch“, erzählt sie.

Saft und Strudel

Auch Lydia Stabel (65) und ihre Schwester Maria Hahn (62) kommen seit Jahren nach Verna: Die Neukirchenerinnen verarbeiten die Früchte nicht nur gern zu Marmelade. Sie füllen selbst gemachte Maultaschen mit Erdbeeren und backen Strudel.

Franziska George (Nassenerfurth) und Diana George (Großenenglis) wollen ihre gepflückten Früchte zu Saft verarbeiten.

Quelle: HNA

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