Familien profitieren von der neuen, gesplitteten Abwassergebühr

Wolfhager Land. Im Abwasserbereich kommen im neuen Jahr Veränderungen auf die Menschen im Wolfhager Land zu. In einigen Kommunen des Altkreises wird die derzeit noch einheitliche Abwassergebühr aufgesplittet, in eine Gebühr für Schmutzwasser und eine weitere für Niederschlagswasser.

In der Vergangenheit wurden die Entwässerungsgebühren nur nach dem Frischwasserverbrauch berechnet.

Das darf nicht mehr sein, befanden Gerichte. Die gesplittete Abwassergebühr soll für eine gerechtere Kostenverteilung nach dem Verursacherprinzip sorgen. Bisher blieb unberücksichtigt, wie viel Niederschlagswasser über Dachflächen und versiegelte Grundstücke in die Entwässerungseinrichtungen fließt.

Das ändert sich jetzt ab 1. Januar in Naumburg und Habichtswald. Mit der gesplitteten Gebühr sollen die tatsächlichen Kosten für jedes Grundstück separat ermittelt werden. Wer tendenziell einen hohen Wasserverbrauch und gleichzeitig wenig befestigte Fläche hat, wie die Bewohner eines Einfamilienhauses, zahlen eher weniger. Umgekehrt wird derjenige, der wenig Wasser verbraucht, aber viel befestigte Fläche beansprucht, eher mehr zahlen, zum Beispiel Betriebe und Landwirte.

In Breuna gibt es diese Regelung nach Auskunft von Ralf Hartmann von der Gemeindeverwaltung schon seit den 70er Jahren. Bad Emstal führte die gesplittete Abwassergebühr Anfang 2012 ein, Wolfhagen am 1. Januar 2012. In Zierenberg rechnet Stadtkämmerer Thomas Bergmann im Jahr 2017 mit der Einführung.

Wie hoch die Gebühr für das Niederschlagswasser ausfallen wird, steht in Habichtswald bisher noch nicht fest (Abwasser 3,58 Euro). In Naumburg sind es 60 Cent pro Quadratmeter versiegelte Fläche mit Kanalanschluss (Abwasser 3,22 Euro), Breuna nimmt aktuell 95 Cent (Abwasser 2,72 Euro), Wolfhagen 75 Cent (Abwasser 2,75 Euro) und Bad Emstal 65 Cent (Abwasser 3,74 Euro).

Von Bea Ricken

Quelle: HNA

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