B. Braun gewährt einen finanziellen Zuschuss bei reduzierter Arbeitszeit

Familienteilzeit mit Bonus: B. Braun gewährt finanziellen Zuschuss

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Pendeln zwischen Beruf, Kindern und Haushalt: Sabrina Dönges holt gegen Mittag ihre Kinder Lea, die in der Kindergruppe KIM untergebracht ist, und Henry, der den Bachfeld-Kindergarten besucht, ab. Vormittags arbeitet sie bei B. Braun – wie viele Mütter Teilzeit. Der Unterschied: Ihr Arbeitgeber zahlt ihr einen Zuschlag zum reduzierten Gehalt.

Melsungen. Genügend Zeit haben für die kleinen Kinder funktioniert meist nur, wenn die Mutter oder der Vater ihre Arbeitszeit reduziert und somit auf einen erheblichen Teil ihres Gehalts verzichtet.

Das ist auch bei der B. Braun Melsungen AG so. Doch der meist schmerzhafte Einschnitt im Portemonnaie fällt geringer aus, weil das Melsunger Unternehmen einen Zuschlag zahlt: 15 Prozent beim ersten Kind, 25 bei allen weiteren. Eine, die davon profitiert, ist die Melsungerin Sabrina Dönges.

Als Henry 2006 geboren wurde, gab es diesen Bonus noch nicht. Bei Töchterchen Lea, zarte 18 Monate alt, profitiert die Familie davon.

„Ich hätte die Arbeitszeit auch ohne den Zuschlag reduziert, so wie nach Henrys Geburt. Aber so ist es natürlich besser“, erzählt die 32-jährige Industriekauffrau. Bei B. Braun hat sie gelernt. Seit vielen Jahren arbeitet sie in der Abteilung Global Marketing and Sales, in der internen Kommunikation.

Tag ist geteilt

Um 6 Uhr weckt Lea die Mutter, dann heißt es fertig machen für die Krabbelgruppe KIM und den Kindergarten im Bachfeld, den Henry besucht. Gegen 8 Uhr fängt Sabrina Dönges im Werk Pfieffewiesen an zu arbeiten. Für vier Stunden konzentriert sie sich auf ihre Aufgaben. Manchmal bleibt sie auch länger und kann dann einen Tag frei machen.

Wenn sie die Kinder nacheinander abholt, haben diese gegessen. Lea macht noch ihren Mittagsschlaf. Den Nachmittag über hat die junge Mutter Zeit, sich um Haushalt und Kinder zu kümmern.

Sie macht einen ausglichenen und zufriedenen Eindruck und weiß den Vorteil, in einem Unternehmen mit flexiblen Zeitmodellen zu arbeiten, zu schätzen.

Die 14 Monate zuhause, nach Leas Geburt, habe sie genossen. Schwieirig war nur die Eingewöhnungsphase der Tochter in der Kindergruppe. Doch längst findet Lea dort die vielen Spielmöglichkeiten toll, und Henry ist mit seinen fünf Jahren ohnehin „der Große“. Sie weiß beide Kinder gut aufgehoben und erinnert sich gern an den reibungslosen und mit einem Begrüßungsfrühstück verbundenen Wiedereinstieg ins Berufsleben.

Fünf Jahre ab dem ersten Tag nach der Pause kann sie nun vom dem Familienteilzeit-Modell profitieren. Dann heißt es: Entweder wieder mehr arbeiten oder auf den Zuschlag verzichten.

Quelle: HNA

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