Böhmische Lieder und Seemanns-Romantik: Silberberg-Musikanten und Shanty-Chor gaben ein Konzert

Fans aus ganz Nordhessen kamen

Im Klosterpark: Die Silberberg-Musikanten gaben am Samstagabend Blasmusik mit Polkas, Walzern und Märschen zum besten. Foto: Ehl-von Unwerth

Spieskappel. Wo in grauer Vorzeit römisch-katholische Ordensfrauen lustwandelten, fand am Wochenende ein ganz zeitgenössisches Freiluftkonzert statt.

In der Gartenanlage des Klosters Spieskappel spielten bereits zum dritten Mal in zweijährigem Turnus die Silberberg-Musikanten in der Veranstaltungsreihe der Klosterkonzerte auf. Eindrucksvoll stellte sich neben den Musikern nicht nur die Kulisse rund um die historische Pfarrkirche St. Johannes dar, sondern auch die aus der gesamten nordhessischen Region angereiste Fangemeinde.

Rund 400 Gäste ließen sich den akustischen Leckerbissen, den die sympathischen Silberbergler in Kooperation mit der Vereinsgemeinschaft Spieskappel und der Gemeinde Frielendorf bereit hielten, nicht entgehen.

Dank der gut aufgelegten Tonkünstler um deren musikalischen Leiter und Heeresmusikkorps-Mitglied Manfred Persch sowie Koordinator Jürgen Wettlaufer erlebte das Publikum einen stimmungsvollen Konzertabends.

Dabei trumpften die Akteure nicht nur instrumental mit den charakteristischen Blechblasinstrumenten auf, sondern überzeugten auch mit Gesangseinsätzen von Martina Pfetzing, Jürgen Allmeroth, Harald Möller und Andreas Nickel, der zugleich die Moderation übernahm. Im Mittelpunkt stand traditionell ein breites Repertoire böhmischer Blasmusik mit Polkas, Walzern und Märschen, die vom „Böhmischen Traum“ über den „Egerländer Musikantenmarsch“ bis hin zu „Rosamunde“, „Rosen so rot“ und der „Löffel-Polka“ mit Solist Markus Euler reichten.

Mit einer steifen Brise maritimen Flairs schließlich verstärkten 20 Aktive des Shanty-Chors Luv und Lee Römersberg den musikalischen Abend unter freiem Himmel. Geblähte Segel führte die Mannen rund um Ursula Wittek, Gruppenleiterin und Frontfrau am Schifferklavier, über die Weltmeere. In ihren Seemannsliedern besangen sie Nordseewellen und Reeperbahn, ihre Sehnsucht nach Ferne und Heimat sowie die Liebe zu Stürmen und den Mädchen in den Häfen.

Ob böhmische Heimat oder Seemanns-Romantik: Das Publikum schunkelte, klatschte und sang während des mehr als dreistündigen Konzertes begeistert mit. Besonders eindrucksvoll präsentierte sich die große Sangesfamilie, als am Ende der Veranstaltung das Hessenlied aus hunderten Kehlen erklang.

Von Sigrid Ehl-von Unwerth

Quelle: HNA

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