Kinder der Melsunger Kunstschule präsentierten Geschichten und Gemaltes im Museum

Fantasie in Wort und Farbe

Stolze junge Künstler: hinten von links Emma Johanna Schormann, Marianne Arnelle Goujard, Karina Homenko, Tamino Jonathan Fontana – vorn: Johanna Laabs und Pauline Lena Vaupel. Foto:  Günther

Melsungen. Es ging um Könige und Prinzessinnen, um ein Leben in der Schweiz und um das Verschmelzen von Traum und Wirklichkeit: Eigene Erfahrungen und Träume, aber auch viel Fantasie und Ideen flossen ein in die selbstgeschriebenen Geschichten, die acht Kinder der Kunstschule in Melsungen am Samstag im Melsunger Heimatmuseum präsentierten.

Das Projekt der jungen Künstler bestand aus zwei Teilen: Um die Idee vorab abstrakt ausdrücken zu können und auszureifen, nutzten die Kinder den künstlerischen Akt des Malens. Die Verbindung von Bild und Gedanke kann als Inspiration gesehen werden, denn in diesem Prozess wird das Bild zur Schrift – die Malerie zu Poesie.

Auf diesem Wege entstanden zahlreiche farbenfrohe Bilder in Aquarell. „Jedes Kind hat eine eigene Lebenswelt, die es in Form der Bilder und eigenen Geschichte ausdrückt“, sagte Margret Schormann-Nerl, betreiberin der Kunstschule.

Selbstbewusst trug jedes der Kinder am Samstag im Beisein der Eltern und Gäste einen Teil der eigens geschrieben Geschichte. Beeindruckend war es anzuhören, mit welchem Witz und Charme die Neun- bis Elfjährigen ihre fantasievollen Erzählungen, aber auch selbst erlebten Erfahrungen vermittelten.

So brachte eine der jungen Künstlerinnen beispielsweise die Erlebnisse ihres zweijährigen Aufenthalts in der Schweiz in ihre Geschichte ein. „Es hat Spaß gemacht, die Bilder zu malen und daraus die Geschichte zu schreiben“, sagte Karina Homenko. Auch die anderen Werke, die die Kinder im Lauf des Jahres angefertigt haben und sie sich vor allem mit dem Zusammenspiel von Form und Farbe beschäftigten, ernteten am Wochenende viel Bewunderung bei den Besuchern im Heimatmuseum.

Um die Leistung der Kinder gebührend zu würdigen, sollen die Geschichten als Buch gebunden und veröffentlicht werden. Kunstpädagogin Margret Schormann-Nerl rief in diesem Zusammenhang zu einer finanziellen Unterstützung des Vorhabens auf. Die VR-Bank Schwalm-Eder machte bereits den Anfang mit einer Spende in Höhe von 1000 Euro. (zcg)

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare