Mittleres Fuldatal 

Fast 90 Projekte im Rennen: Frist für Zuschuss aus Regionalbudget abgelaufen 

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Das Gremium muss nun entscheiden, welche Projekte mit dem Geld aus dem Regionalbudget bezuschusst werden. 

Altkreis Melsungen – Eine Finanzspritze von 200 000 Euro gibt es aus dem Regionalbudget Mittleres Fuldatal für Kleinstprojekte (HNA berichtete).

 Nun ist die Bewerbungsfrist abgelaufen. Und das Ergebnis ist erstaunlich: 88 Anträge für Projekte von gemeinnützigen Vereinen und Gemeinden sind eingegangen. Das erklärt Marion Karmann, Regionalmanagerin.

„Das ist wirklich erstaunlich und eine riesen Aufgabe für uns“, sagt Karmann. Denn: Die Antragssumme beträgt insgesamt 688 000 Euro, übersteigt die verfügbaren 200 000 Euro also deutlich. Mitgliedskommunen sind Melsungen, Spangenberg, Felsberg, Malsfeld und Körle.

Marion Karmann Regionalmanagerin

Auch die Corona-Krise wirkt sich nun auf die Entscheidungen aus. „Ich bin im Gespräch mit dem Ministerium, damit die bürokratischen Hürden einfacher gestaltet werden können“, sagt Karmann.

Da eine persönliche Vorstellung der Projekte nicht möglich ist, müssen die Antragssteller alles in Papierform zusenden. Das Entscheidungsgremium, bestehend aus zwölf Menschen aus dem öffentlichen, privaten und zivilen Sektor, darf nun eine Auswahl treffen. Wegen der aktuellen Situation müsse die Entscheidung nun im Umlaufbeschluss gefasst werde. „Die Unterlagen müssen intensiver vorbereitet werden“, sagt Karmann. Aber wenn die bürokratischen Hürden überwunden sind, werden wir das auch hinbekommen“, so Karmann.

Das Budget wird laut Vorstandsbeschluss nach dem Einwohnerschlüssel der jeweiligen Gemeinden verteilt. Zehn Prozent der 200 000 Euro zahlen außerdem wieder die Gemeinden selbst in das Budget, ebenfalls nach dem Einwohnerschlüssel. „Damit wird es übersichtlicher über die Projekte zu entscheiden und für die Kommunen fairer – jede Kommune wird dabei bedacht“, sagt Karmann.

Die Entscheidungen sollen bis Ende März getroffen werden. Bis Ende April werden die Projektträger über die finale Entscheidung informiert. „Entsprechend der Bewilligung kann dann der Startschuss für die Projekte fallen“, sagt Karmann. Bis zum 15. Oktober sollen die Projekte umgesetzt werden, ansonsten verfällt das Budget, so Karmann.

Über einzelne Projekte möchte sie noch nicht sprechen. Die Anträge seien aber sehr vielfältig. Zum Beispiel werden Anträge gestellt zur Unterstützung von Jugendblasorchestern, für Spielplätze mit Kletterwand und Sonnensegel, Rutschen, Buch-Projekte, Bootsanlegestellen, Schulhofbeschattungen, Dorfmittelpunkte, Außensitzgruppen an Grillhütten, Spielzeugkiste, Vereinsbekleidung, Anschaffung von IT und Entertainmentanlagen, Heißluftofen, Kunst-Atelier, Sportplatzrasensanierung, Stromanschlüsse, Scheunenankauf für Brauchtumsverein. „Es ist eine ganze Menge, die Invesitionssummen variieren zwischen 1000 und 20 000 Euro“, sagt Marion Karmann.

Quelle: HNA

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