Spangenberger verlor knapp 19.000 Euro durch Datenklau

Schwalm-Eder. Siegfried Wiegand aus Spangenberg hat fast 19.000 Euro verloren. Das Geld wurde in den vergangenen Wochen von zwei seiner Konten bei der VR-Bank Spangenberg-Morschen abgebucht. Ohne sein Wissen und ohne seine Einwilligung.

Wiegand, der seine Bankgeschäfte seit Jahren online erledigt, ist Opfer einer so genannten Phishing-Attacke geworden. Noch laufen die Ermittlungen beim Internet-Kommissariat in Kassel, aber Reinhard Giesa von der Kriminalpolizei in Homberg teilte mit, das die Polizei zum jetzigen Zeitpunkt davon ausgeht, dass es sich im Fall von Siegfried Wiegand, um einen Phishing-Angriff mit Hilfe eines Echtzeit-Trojaners handelt.

Ein bis zwei solcher Fälle registriere man für den Bereich des Polizeipräsidiums Nordhessen pro Woche, sagt der Leiter des Internet-Kommissariats, Michael Dornbusch. Die Schadenssumme beträgt meist zwischen 3000 und 8000 Euro. Fälle mit einer Schadenssumme wie bei Siegfried Wiegand habe er bisher selten erlebt, sagte Dornbusch weiter.

Beim so genannten Phishing, das sich aus den englischen Worten Password und Fishing zusammensetzt, werden vertrauliche Bankdaten wie Kontonummern, PIN und die zur Onlineüberweisung nötigen Transaktionsnummern, so genannte TANs, ausgespäht. Mit diesen Daten werden dann Beträge vom Konto des Betroffenen auf andere, meist ausländische Konten überwiesen. Oft würden diese Geschäfte über so genannte Finanzagenten abgewickelt, schildert Giesa das Vorgehen der Diebe.

Die Finanzagenten würden per Zeitungsanzeige oder Internet gesucht. Diese stellen laut Giesa dann gegen eine Provoision ihre Konten für die illegalen Transaktionen zur Verfügung. Anschließend werde das Geld aus dem nachvollziehbaren Geldkreislauf genommen.

Quelle: HNA

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