Nach Einschreiben: Betrüger wollten Geld mit gefälschter Unterschrift abheben

Fast waren 8200 Euro weg

Per Post: Wie auf unserem Symbolbild aus Köln nahm eine Gilserbergerin nichtsahnend ein Einschreiben entgegen. Sie vermutet, dass Betrüger so an ihre Unterschrift kamen. Foto: dpa

Gilserberg. Große Verunsicherung herrscht bei einer 38-Jährigen aus Gilserberg: Unbekannte hatten versucht, 8200 Euro von ihrem Konto abzuheben und auf ihr Onlinebanking zuzugreifen. Sie vermutet, dass die Täter durch ein gefälschtes Einschreiben an ihre Unterschrift kamen.

Vor ein paar Tagen bekam die Hochländerin unerwartet ein Einschreiben mit Rückschein von ihrer Postbotin überbracht. Sie nahm den Brief entgegen, indem sie unterschrieb, doch enthielt er nur einen Werbezettel für einen Telefonanbieter. Den Absender kannte sie nicht.

Die 38-Jährige versuchte noch, den Brief der Zustellerin wieder zurückzugeben: Doch einmal angenommene Einschreiben nimmt die Post nicht wieder entgegen.

Eine böse Vorahnung

„Ich hatte eine böse Vorahnung“, erzählte die Frau. Dieses Gefühl sollte sie nicht trügen: Eine Woche später rief die Postbank bei ihr an, ob sie 8200 Euro von ihrem Konto überweisen wolle.

Die Täter hatten einen Überweisungsschein ausgefüllt und ihre Unterschrift gefälscht. Aufgefallen war dies im Bankalltag, weil zum einen der Name der Kontoinhaberin falsch geschrieben war. Zum anderen bemerkte der Computer, dass die Unterschrift gefälscht worden war. „Ich nehme an, die haben meine Unterschrift vom Rückschein des Einschreibens“, sagte die Gilserbergerin. An die Kontodaten, vermutet die Frau, sind die Betrüger wahrscheinlich über das Internet gekommen. Sie verkaufe immer wieder Kindersachen über Ebay. Den Namen des Kontoinhabers, zu dessen Gunsten ihre 8200 Euro gehen sollten, kannte sie wiederum nicht. Dann der nächste Schrecken: Beim Onlinebanking stellte die Gilserbergerin fest, dass jemand versucht hatte, sich einzuloggen. „Ich fühle mich nun sehr unsicher“, fügte sie an.

Konto besonders überwacht

Sie zeigte den Vorfall bei der Polizei an. Die Ermittlungen laufen derzeit. Von seiten der Postbank bekam die Gilserbergerin die Rückmeldung, die Täter könnten nicht auf ihr Konto zugreifen. Dies sei mit einer Sperre versehen, alle Zahlungen werden genau überprüft.

Dennoch hob die Frau beinahe ihr gesamtes Guthaben aus Angst, die Täter würden es wieder bei ihr versuchen, ab. Nun überlegt die Frau, ihr Konto aufzulösen, denn mit ihrer alten Kontonummer fühlt sich sie nicht mehr sicher. ARTIKEL UNTEN

Von Claudia Schittelkopp

Quelle: HNA

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