Ausstellung des Künstlers Heinrich Richberg in der Kunsthalle bis 20. Februar

Die Faszination des Lichts

Ausschnitt aus 20 Jahren kreativer Arbeit: Der Künstler Heinrich Richberg (links) und Dekan Dr. Helmut Umbach vor dem Acryl-Kunstwerk „Himmelfahrt“ (2006). Foto: Heist

Willingshausen. „Transmission von Farben und Licht“ nennt sich die aktuelle Ausstellung in der Willingshäuser Kunsthalle, die am Samstag vor großem Publikum eröffnet wurde. Der Fritzlarer Maler Heinrich Richberg gewährt einen Einblick in 20 Jahre kreative Arbeit. Bis zum 20. Februar stellt er Aquarelle und Acrylmalereien aus.

Zu sehen sind Stillleben, Blumen, hessische Motive und Werke, die in der Provence, der Toskana und auf den Inseln Rügen und Usedom entstanden sind.

Reges Treiben herrschte am Samstagnachmittag im Gerhardt-von-Reutern-Haus. 150 Gäste, darunter zahlreiche Freunde und Bekannte des Künstlers, drängten sich in der Kunsthalle um die Exponate. Helma Fischer (Elo-Cembalo) aus Fritzlar und Dr. Erika Gunzert (Violoncello) aus Borken spielten Sonaten von Antonio Vivaldi. Der Richberg-Kenner Dekan Dr. Helmut Umbach aus Fritzlar führte die Gäste in die Ausstellung ein.

Künstler kommt aus Ibra

Im Hinblick auf die Lichtmetaphorik sei die Epiphaniaszeit der geeignete Zeitpunkt für die Ausstellung, sagte Umbach zu Beginn seines Vortrags. Am Anfang habe die Erleuchtung gestanden.

Der 73-jährige Richberg wuchs in Ibra auf. 1961 zog er nach Fritzlar. Zu Beginn der 90er-Jahre begann er sich intensiv mit der Malerei auseinanderzusetzen. Inspiriert wurde der Autodidakt durch die Natur und die Lichtverhältnisse des Knülls. Der in unterschiedliches Licht getauchte Alltag hat es Richberg angetan. Das Nachmalen, Einfangen und Wiedergeben des Lichts faszinieren ihn. So entstanden Aquarelle, Werke gegenständlicher Art, wie das Bild „Wanderschuhe im Ruhestand“. „Der Künstler will das Vergängliche festhalten“, sagte Umbach.

Es folgte die malerische Umsetzung von Zitaten, Gedichten und Liedern. Richberg begann, sich verstärkt der abstrakten Malerei zuzuwenden. Mit fortschreitender Abstraktion trat zunehmend die Acrylmalerei mit ihren kraftvollen, leuchtenden Farben in den Vordergrund. Neben der christlichen Thematik, wie in seinem zehnteiligen Werk über das Thema „Vater unser“, beschäftigt sich Richberg auch mit zeitkritischen Themen wie Mensch und Umwelt.

• Ausstellung mit Werken von Heinrich Richberg im Gerhardt-von-Reutern-Haus bis zum 20. Februar; Öffnungszeiten: dienstags bis sonntags, 14 bis 17 Uhr; samstags und sonntags auch 10 bis 12 Uhr

Von Kerstin Heist

Quelle: HNA

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