Beim internationalen Reitturnier in Spangenberg gehen Sportler aus 14 Nationen mit 360 Pferden ins Rennen

Die Faszination ist ungebrochen

Sie haben das 23. internationale Reitturnier organisiert: von links Klaus Stöbel, Michael und Thomas Pfanzelt vom Reit- und Fahrverein Spangenberg, Lars Nieberg, Constanze Goetjes vom Reit- und Fahrverein, und Dr. Jörg Kullmann, Geschäftsführer der Wikus-Sägenfabrik, die zugleich Hauptsponsor ist. Spangenbergs größtes Sportereignis beginnt am 11. Juli. Foto:  Kasiewicz

Spangenberg. Die Anmeldeliste ist hochkarätig und wird jeden Tag länger. Die Finanzierung ist gesichert und steht wie in Beton gegossen. Und auch die Arbeiten am neuen Reitplatz sind längst abgeschlossen: Dr. Jörg Kullmann verkündete in der Pressekonferenz zum Spangenberger Reitturnier gestern viele gute Nachrichten.

Das Sportereignis findet von Donnerstag, 11. bis Sonntag, 14. Juli in der Liebenbachstadt statt – unter geradezu idealen Rahmenbedingungen, wie Dr. Kullmann sagte.

Das bestätigte auch Springreiter Lars Nieberg (49) gestern in der Pressekonferenz in den Räumen der Firma Wikus, der seit Jahren Stammgast beim Reitturnier ist.

Und das nicht ohne Grund: Die Spangenberger Organisatoren optimierten und verbesserten in jedem Jahr konsequent die Bedingungen und Gegebenheiten. „Man hat als Reiter immer das Gefühl, dass es dem Reit- und Fahrverein wirklich wichtig ist, dass es rundum gut läuft“, sagte Nieberg. Das Engagement und Organisationstalent sei bewundernswert, „vor allem hier im ländlichen Raum“.

Man dürfe nicht vergessen, dass die Konkurrenz unter den Turnieveranstaltern um gute Rösser und Reiter immer größer, die Summen der Preisgelder immer höher werden – nicht nur in Deutschland, sondern auf der ganzen Welt.

Budget von 500 000 Euro

Reisten die Sportler früher mit Pferdeanhänger von Wettkampf zu Wettkampf, so steigen sie heute mit Pferd und Ausrüstung ins Flugzeug – und zwar auf Kosten der Veranstalter. „Viele Veranstaltungen verlagern sich dadurch ins Ausland“, sagte Nieberg. Doch das traditionsreiche Reitturnier hat nichts von seiner Faszination für die Sportler verloren. Spitzenreiter wie Christian Ahlmann, Meredith Michaels-Beerbaum, Janne Friederike Meyer, Philipp Weishaupt und Lars Nieberg gehen dort ins Rennen. Das liegt nicht zuletzt auch am nicht gerade schmalbrüstigen Budget: Den Organisatoren stehen 500 000 Euro zur Verfügung.

Damit sei das Turnier ein Aushängeschild für die ganze Region, sagte Spangenbergs Bürgermeister Peter Tigges. Er lobte das große Engagement, das die Stadt belebe und weiter bringe: ihre Arbeit sei „Weltklasse“ – vor allem deswegen, weil sie auch in diesem Jahr wieder genügend Sponsoren gefunden haben.

Sponsoren Thomas Gille (Kreissparkasse Schwalm-Eder) hielt die Bälle etwas flacher und sprach von einer wertigen Veranstaltung, die sein Geldinstitut gerne unterstütze. Das betonte auch Gerhard Schade von der VR-Bank Spangenberg.

Das Turnier lenke wie mit einem Brennglas die Aufmerksamkeit der Pferdesportler nach Spangenberg, sagte Thomas Pfanzelt, Vorsitzender des Reit- und Fahrvereins. Das biete Spitzen-Sportler und Top-Pferde. Siehe Sport

Von Claudia Brandau

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare