Hanomag-Verein veranstaltete zum Jubiläum eine Trecker-Ausstellung

Fasziniert von einer Marke

Das erste Exemplar: Armin Guthardt präsentiert stolz den Hanomag R324, mit dem einst alles begonnen hat.

Breuna. Der kleine Hermann Döring mit der riesigen Schlagkappe, der hoch oben auf dem Sitz eines grünen Hanomag thront, ist ganz begeistert. So viele Traktoren hat er noch nie auf einem Fleck gesehen. Und weil seine Spielzeugvariante daheim einfach viel kleiner ist, machte sich der zweijährige Breunaer mit seinen Eltern auf zum Festplatz am Wiesacker.

Der verwandelte sich am Wochenende nämlich in eine bunte Traktor-Meile, denn der Hanomag-Verein veranstaltete ein Treckerfest. Nicht zum ersten Mal, und doch ist alles irgendwie besonders. 25 Jahre besteht der Verein nämlich schon, zählt mittlerweile an die 130 Mitglieder. Rund 150 Oldtimer-Traktoren nennen die Mitglieder ihr eigen, der älteste stammt aus dem Jahr 1926, der jüngste hat gut und gerne auch schon seine vier Jahrzehnte auf dem Buckel. Vorsitzender Armin Guthardt kann selbst nicht wirklich erklären, warum ihm und seinen Treckerfreunden bei Namen wie Hanomag, Deutz oder Eicher das Herz aufgeht. „Vielleicht hängt es an unserer tiefen Verwurzelung mit der Landwirtschaft und der alten Sehnsucht, einen eigenen Traktor zu besitzen“, sagt Guthardt. Früher sei der Traktor nur ein reines Arbeitswerkzeug gewesen, heute aber Mittelpunkt eines Hobbys, das er und seine Freunde mit viel Leidenschaft pflegten.

R45 ist der ganze Stolz

Ausgelöst hatte das Breunaer Treckerfieber einst ein Hanomag R324. „Der hat uns mit seinem vielen Chrom einfach fasziniert.“ Ganzer Stolz aber ist der R45. Der Schlepper mit Schnellganggetriebe und Druckluftbremsanlage ist nicht unschuldig daran, dass Breuna mittlerweile so etwas wie ein großes Traktorenmuseum geworden ist. „Mit ihm haben wir immer alle Trecker nach Hause geholt, die wir auswärts gekauft haben“, sagt Guthardt.

Wer weiß, vielleicht wird er eines Tages auch einen Trecker für Nico Köster gen Heimat ziehen. Der 15-Jährige nämlich ist gerade in den Verein eingetreten und weiß ganz genau: „In ein paar Jahren kaufe ich mir auch einen, die hören sich einfach so gut an, wenn sie durch die Straßen fahren.“ Und weil für ihn die Motorengeräusche fast so etwas sind wie Musik, ließ er sich die Ausfahrt durchs Dorf am späten Nachmittag auch nicht entgehen.

Quelle: HNA

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