Jelena Nink aus Elbenberg staunt über Gewohnheiten in ihrer neuen Heimat

Fasziniert von New York

Einfach nur fasziniert: Jelena Nink mitten auf dem Times Square in New York City. Die Elbenbergerin kann es noch nicht fassen, dass sie in der amerikanischen Metropole ist. Foto: Nink

westfield. Wow! Sechs Wochen bin ich nun schon hier und mittendrin im Alltagsgeschehen. Viele Eindrücke habe ich in der kurzen Zeit schon gesammelt.

Gerade aus San Francisco zurück gekehrt, beginnt auch schon meine Arbeit. Morgens versorge ich die Kinder mit Frühstück und Lunchpaketen, um sie später in die Primary School zu fahren. In Amerika ist es für die meisten Familien aus Sicherheitsgründen üblich, ihre Kinder zur Schule zu bringen. Neben meinem Job als Chauffeur der Kinder, die fast täglich ein bis zwei Hobbies nachgehen, erledige ich ein wenig Hausarbeit und stehe mit Rat und Tat bei schulischen Fragen zur Seite.

Bagels und Muffins

In den ersten Tagen zeigt mir mein Gastvater ein wenig die Stadt Westfield, die sich als niedliche Kleinstadt mit zahlreichen Cafés und Restaurants entpuppt. Ich fahre mit ihm in den gigantischen Supermarkt. Amerikanische Größenverhältnisse unterscheiden sich von den deutschen, was mir bei den Unmengen an Produkten klar wird. Nicht nur der Supermarkt an sich ist riesig, auch die Packungen sind größer. Doch fallen einem als Neuling natürlich alle Unterschiede zur Heimat auf. Richtiges Brot aus der Bäckerei sucht man vergebens, dafür hat man aber umso mehr Auswahl an schmackhaften Bagels, Donuts und Muffins.

Herzlich willkommen

Schon in meiner ersten Arbeitswoche lerne ich eine Menge anderer Au-Pairs aus Westfield kennen. Alle sind sehr nett und heißen mich mit offenen Armen willkommen. Einmal in der Woche findet ein großes Treffen statt, wo man den multikulturellen Austausch genießt und gemeinsame Ausflüge plant.

So kommt es, dass mir ein anderes Au-Pair schon an meinem zweiten Wochenende New York City zeigt. Mit weit aufgerissenen Augen und einer Art Fassungslosigkeit schreite ich durch die Straßen. So nah und so echt war mir diese Stadt bisher nicht gewesen und noch immer kann ich es nicht wirklich glauben, dass ich hier bin. Einen Tag verbringen wir in der Stadt, besichtigen den Central Park, die Brooklyn Bridge, China Town, das Crysler Building und fahren zum Abschluss auf das Empire State Building hoch.

Die nächsten Wochen verlaufen relativ ruhig. Gemeinsam mit einer Freundin entdecke ich die Umgebung, die Walmarts und die riesigen Bastelläden.

In Westfield probieren wir derzeit das kulinarische Angebot aus. Gefunden haben wir ein typisch amerikanisches Diner mit roter Ledergarnitur, Kellnerinnen, die mit Kaffeekannen zu den Tischen sausen und sehr leckerem amerikanischem Essen: Pancakes, Waffeln, Burger und Pommes – alles, was man in den Vereinigten Staaten probieren will oder sogar muss. Bisher durfte ich bei einem Event in den USA mitmachen, dem Saint Patrick’s Day am 17. März. Er wird zum Gedenken an den Todestag des Saint Patrick, der 416 das Christentum nach Irland brachte, ausgiebig gefeiert. Alle Glücksbringer und die Farbe Grün sind die Symbole dieses Feiertages. Mit einer Gruppe von Au-Pairs begeben wir uns zur Parade nach New York City.

Der Wahnsinn

Doch schon die Zugfahrt ist ein Horrortrip – mit betrunkenen, grölenden und stinkenden Menschen. In Manhattan setzt sich der Wahnsinn fort. Endlich bei der Parade angelangt, stellen wir fest, dass diese nur aus Spielmannszügen mit Dudelsäcken und ein paar Cheerleadern besteht.

Jetzt freuen wir uns auf Thanksgiving. Die Parade im November soll die schönste des Jahres sein!

Von Jelena Nink

Quelle: HNA

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