Etikettenhersteller zieht positive Bilanz

Faubel investiert zehn Millionen Euro in Erweiterungsbau

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Fertig im September: Martin Kuge, Geschäftsführer des Etikettenherstellers Faubel vor dem Erweiterungsbau am Unternehmenssitz in Melsungen.

Melsungen. Das Melsunger Unternehmen Faubel investiert zehn Millionen Euro in einen Erweiterungsbau.

Am Schwarzenberger Weg entstehen mehr als 3000 Quadratmeter Nutzfläche in einem zweigeschossigen Anbau an die Firmenzentrale des Herstellers für Spezialetiketten. Eingeweiht werden soll das Gebäude bereits im September dieses Jahres.

Gute Bilanz

Für das abgelaufene Geschäftsjahr rechne das Unternehmen wieder mit einem Umsatz von etwa 24 Millionen Euro, sagt Geschäftsführer Martin Kuge. Im Jahr 2015 belief sich der Umsatz auf 24,4 Mio. Euro. Der Gewinn vor Steuern beläuft sich auf mehr als sechs Millionen Euro. 1,2 Millionen Euro investiert Faubel in neue Maschinen und Anlagen. Mehr als 50 Prozent der Produkkte wird ins europäische Ausland und in die USA exportiert.

Die Mitarbeiterzahl wuchs von 190 auf 205. „Wir wollen auch in diesem Jahr zwischen zehn und 15 neue Mitarbeiter einstellen, kündigt Kuge an. Wegen des erneut guten Geschäftsergebnisses schüttet das Unternehmen je Mitarbeiter bis zu 2000 Euro aus. 19 Auszubildende beschäftigt Faubel derzeit – die Übernahmequote liege seit Jahren bei etwa 90 Prozent.

Übernahme

Faubel kaufte jüngst 74,9 Prozent der Anteile des Paderborner Entwicklungsunternehmens System Integration Laboratory (SIL). Das Unternehmen entwickelt Anwendungen für Technologien für Sender-Empfänger-Systeme – so genannte Radio-Frequenz-Identifiaktions-Systeme (RFID).

Mit den sehr kleinen Chips lässt sich automatisch und berührungslos Stückgut versehen und verfolgen, aber auch Etiketten ausstatten. Die Chips sind zum Teil nur so groß wie ein Reiskorn. „Wir sehen in der Technologie große Zukunftschancen in unserem Geschäftsfeld“, erklärt Kuge die Investition. Bereits vor dem Kauf bestand eine strategische Partnerschaft zwischen den Unternehmen.

Neubau

Im neuen Gebäude entstehen unter anderem zwei Reinräume. In diesen können künftig sensible Medikamente umgepackt und mit Spezialetiketten versehen werden. Einen Reinraum gebe es bereits, doch durch die Erweiterung entstünden viele neue Möglichkeiten, erklärt Kuge. 1600 Quadratmeter Grundfläche hat der Bau. Es entstehen neue Produktionsabteilungen, ein Dienstleistungsbereich, Sozialräume und ein Bereich für die Teilproduktion und Veredelung von Etiketten.

Quelle: HNA

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