Abstimmung am Donnerstag

Favorit ist naturnah: Mardorfer haben klaren Wunsch-Standort für Kita-Neubau

+
Sie wollten ihren Kindergarten mitten im Ort behalten: Das Foto zeigt Mardorfer Eltern und Elternbeirat im März vergangenen Jahres vor dem Stall, in dessen Nähe der Kindergarten wegen Geruchsemissionen nicht bleiben kann.

Mardorf. Die Mardorfer kürten bei der Bürgerversammlung in Mardorf am Donnerstagabend einen klaren Favoriten für den Kita-Neubau: Das Grundstück von Cord Kroeschell, das im Moosbachweg liegt, soll in die Abstimmung der Stadtverordnetenversammlung am nächsten Donnerstag gehen.

Für dieses Grundstück gibt es bereits einen Kaufvertrag. Sollten die Stadtverordneten dem Vorschlag zustimmen, könnte es mit dem Bau des neuen Kindergartens bald losgehen.

Mit dem Wunsch, den Kita-Neubau auf dem Kroeschell-Grundstück zu errichten, haben sich die Mardorfer für einen Ort entschieden, der die Kinder in das Dorfleben integriert. Drei weitere Alternativgrundstücke – darunter ein Teilgrundstück auf dem Baumarktgelände an der Nordumgehung bei Homberg – wurden von den Bürgern abgelehnt. Sie lägen zu nah an der Kreisstraße, waren sich die Einwohner einig. „Im jetzigen Gebäude dürfen die Kinder wegen der Geruchsemissionen nicht bleiben. Aber die Abgase vom Verkehr auf der Straße dürfen sie einatmen“, sagte einer der Anwesenden. Auch der lange Weg, den Eltern und Kinder zurücklegen müssten, um zum Kindergarten zu gelangen, sprach gegen eines der Grundstücke.

Deshalb der Wunsch: Die Kindertagesstätte auf einem ruhigen, naturnahen Grundstück zu bauen – auch wenn alle Eltern durch das Dorf fahren müssten, um ihre Kinder zur Einrichtung zu bringen.

Wenn noch ein Bürgersteig gebaut würde, wäre der Weg zur Kita noch sicherer, hieß es in der Versammlung: Denn dann seien die Eltern auch bereit, mit ihren Kindern gemeinsam zum Kindergarten zu laufen statt zu fahren. Zudem würde es wegen der flexiblen Öffnungszeiten der Tagesstätte auch nicht zu Stoßzeiten für den Verkehr im Ort kommen, merkte eine Anwesende an.

Die Bedenken eines Anwohners, finanziell für den Straßenausbau aufkommen zu müssen, löste Bürgermeister Dr. Nico Ritz auf: Es sei nicht geplant, die Kosten auf die Anwohner umzulegen.

Der neue Kindergarten solle Platz für drei Gruppen bieten, sagte Ritz. 50 bis 55 Kinder könnten dann den Kindergarten in Mardorf besuchen.

Geplant seien zwei Regelgruppen sowie eine Krippengruppe für Kinder ab einem Jahr. „Wir können bisher nur zwölf Prozent der Eltern von Einjährigen einen Krippenplatz in Homberg anbieten. Das müssen wir ändern“, sagte Ritz.

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.