Windrad steht vorerst still

Fehlendes Rotorenblatt: Windrad bei Immichenhain steht still

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Dreht sich nicht mehr: Im Windpark Elbenröder Dick sorgt ein defektes Rotorenblatt für einen vorübergehenden Ausfall der Windkraftanlage in der Mitte. 

Ottrau/Hattendorf. Einen ungewöhnlicher Anblick bietet sich momentan am Windpark in der Elbenröder Dick bei Immichenhain.

Eines der Windräder steht nämlich still. Deutlich sichtbar ist das fehlende Rotorenblatt.

Warum fehlt das Rotorenblatt?

Weil es kaputt ist und derzeit repariert wird, sagte Niki Kragelund von der Firma Windpark Elbenrod GmbH. Das in Hamburg ansässige Unternehmen ist Betreiber des Windparks.

Warum gab es Probleme mit dem Rotorenblatt?

!Offenbar wurde das Rotorenblatt bereits beim Transport der einzelnen Teile in der Aufbauphase beschädigt, vermutet Kragelund. Nach dem Aufbau und dem Testbetrieb der insgesamt acht Anlagen hat sich dann herausgestellt, dass das Rotorenblatt defekt ist.

Eine Überprüfung durch eine Fachfirma habe ergeben, dass das Rotorenblatt nicht im montierten Zustand repariert werden kann. Deshalb habe man sich dafür entschieden, es abzumontieren und reparieren zu lassen.

Wie lange dauert die Reparatur?

!Das Rotorenblatt wurde bereits in der vergangenen Woche abmontiert und repariert, sodass es bereits in diesen Tagen wieder anmontiert werden kann. Dann geht das Windrad auch wieder in Betrieb.

Was bedeutet der Ausfall des Windrads aus wirtschaftlicher Sicht?

Laut Kragelund ist nicht mit großen Verlusten zu rechnen, aufgrund des relativ kurzen Stillstands.

Wie steht es um die übrigen Windräder?

Alle anderen Windräder liefen ohne Probleme, sagt Kragelund. Bereits zu Beginn des Jahres hatte die Überprüfung durch den Tüv und eines Statikers grünes Licht gegeben. Sie hatten während der Testphase dort zwei Tage lang die Windräder unter die Lupe genommen. Anschließend wurde sie von der Firma Vestas, die die Windräder baut, an den Betreiber Windpark Elbenrod GmbH übergeben.

Wer steckt eigentlich hinter der Windpark Elbenrod GmbH?

Die Windpark Elbenrod GmbH ist eine hundertprozentige Tochter der dänischen European Wind Energy mit Sitz in Hamburg.

70 Prozent der Gewerbesteuer geht aber an die Stadt Alsfeld.

Die Investitionskosten für die Errichtung des Windparks lagen bei 40 Millionen Euro.

HINTERGRUND: Der Windpark Elbenröder Dick

Bereits 2006 hatte die Projektierer-Firma Wenger-Rosenau mit den Planungen des Windparks begonnen. Trotz Versuche der Stadt Alsfeld das Projekt zu verhindern, erhielt die Firma 2012 die Genehmigung für die Errichtung der ersten Anlagen. Anschließend klagte die Stadt Alsfeld gegen diese Entscheidung, wodurch es zu einem Mediationsverfahren kam. In diesem einigte man sich darauf, auf die Bebauung der sogenannten „Fledermausfläche“ zwischen Eudorf und Berfa zu verzichten, dafür aber auf die Bebauung der jetzigen Windparkfläche in der Elbenröder Dick. Der Park umfasst insgesamt acht Anlagen mit je 137 Meter Nabenhöhe. 

Quelle: HNA

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