Firma Inline: Suche nach der Ursache des weißen Qualms gestaltete sich nicht einfach

Fehler in Anlage behoben

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Ende April: Weißer Rauch quoll aus den Schornsteinen der Druckerei Inline. Schuld war ein Fehler in der Anlage, in der die Farben getrocknet werden.

Felsberg. Ungewöhnlich heftiger weißer Qualm aus den Schornsteinen des Felsberger Druckereibetriebs Inline Ende April hatte nicht nur Anwohner aufgeschreckt, sondern auch den Ortsbeirat veranlasst sich einzuschalten.

Nach Angaben der Druckereileitung war es nicht einfach, die Ursache zu finden. Das sei inzwischen gelungen, der Fehler behoben, hieß es auf Anfrage der HNA.

Wie ein Firmensprecher sagte, handelte es sich um einen Fehler in der regenerativen Nachverbrennung, um die Farben zu trocknen. Die Reste würden durch drei Kammern geschleust, bevor sie in die Schornsteine gelangen.

TÜV kommt alle drei Jahre

Bei der alle drei Jahre stattfindenden Überprüfung durch den TÜV – das war im Januar – sei alles in Ordnung gewesen. Bei der firmeneigenen Inspektion im April sei ein Defekt in der Anlage festgestellt worden. Die Ursache dafür sei aber nicht so leicht zu finden gewesen.

Nach Angaben des Herstellers laufe die Anlage nun aber wieder einwandfrei – und zwar seit dem 10. Juni, wie die Druckerei Ortsvorsteher Klaus Döll und dem Felsberger Umweltberater Heinrich Kern mitteilte.

Bereits im vergangenen Jahr hatte es einige deutliche Wolken über der Druckerei in den Felsberger Stimmerswiesen gegeben, berichtet Döll. Er habe mit den Firmeninhabern Kontakt aufgenommen und habe beruhigt werden können. Es war (wieder) alles in Ordnung.

Trotzdem kam es im Zeitraum April/Mai dieses Jahres, und somit nach der Überprüfung durch den TÜV, wieder zu einer Störung.

Der technische Betriebsleiter versicherte Ortsvorsteher Klaus Döll, dass nach seinem Kenntnisstand zu keinem Zeitpunkt für die Bevölkerung und die Mitarbeiter in der Firma eine Gefahr bestanden habe.

Betriebsbesichtigung

Er gebe sich mit dieser Auskunft, so Döll gegenüber unserer Zeitung, jedoch nicht zufrieden und wolle es genau wissen.

Döll verlangt daher, dass bei der für den Herbst dieses Jahres vereinbarten Betriebsbesichtigung der Firma durch den Ortsbeirat auch Vertreter des TÜV und des Kasseler Regierungspräsidiums anwesend sind, damit aufkommende Fragen von einer neutralen Stelle beantwortet werden können. Auch Kern möchte sich den Betrieb einmal anschauen, sagte er gegenüber der HNA. (bmn)

Quelle: HNA

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