Glück und Gesundheit

Qi-Gong-Lehrer aus China hält Vorträge

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Er will Menschen miteinander verbinden: Wei Qifeng, Qi-Gong-Lehrer aus China, ist heute und morgen im DGH Todenhausen zu Gast.

Homberg/Frielendorf. Wenn Wei Qifeng seinen chinesischen Landsleute erklären soll, wie die Menschen in Deutschland sind, muss er nicht lange überlegen. „Die Deutschen haben eine gute Bildung, sie denken klar und logisch, sind effektiv und trotzdem empfindsam.

Aber: „Sie könnten auch oft ein bisschen mehr Lebensfreude gebrauchen,“ ist sich der der Qi Gong Lehrer aus China sicher.

Der Therapeut ist zurzeit bereits zum drittem Mal in der Region zu Gast, er hält im Dorfgemeinschaftshaus Todenhausen täglich Vorträge und Seminare. Bei seinen Besuchen in der Bundesrepublik fällt ihm vor allem eines auf: Die Deutschen seien ruhig und leise, sagt der 41-Jährige. Und das ist ein harter Kontrast zu den Chinesen, die – ähnlich wie Südeuropäer – stets und ständig laut reden.

Wei Qifeng lehrt Qi Gong – eine alte chinesische Methode der Lebenspflege und Gesundheitsförderung. Sie soll helfen, Krankheiten zu vermeiden oder zu heilen, soll aber zugleich auch für mehr Lebensfreude und Gelassenheit sorgen. Vor allem das Zihneng Qi Gong, das traditionelle chinesische Medizin mit Erkenntnissen der modernen Medizin verbindet.

Es ist alles andere als selbstverständlich, dass der 41-Jährige in einem Zentrum in Wudang damit arbeiten kann. Die chinesische Regierung hatte es 2002 geschlossen, weil sie eine Unterwanderung des Kommunismus befürchtete. Einige Zeit durfte dann kein Qi Gong in China in großen Gruppen unterrichtet werden. Mittlerweile sind die Sanktionen gelockert, die Regierung hat die Übungen sogar als gesundheitsfördernd anerkannt.

Regierung lässt ihn reisen

Nicht nur das: Wei Qifeng darf sogar reisen, er hält Vorträge in ganz Europa. Schon als Jugendlicher hatte er seine Berufung im Qi Gong erkannt und die Ausbildung absolviert. „Es geht mir darum, die Menschen miteinander zu verbinden – das ist für mich der Sinn des Lebens und meine Mission.“

Qi Gong sei nicht etwa mystisch, sondern basiere auf logischen Hintergründen. Die Übungen sollen Blockaden lösen und Körper, Geist und Seele – ähnlich wie beim Yoga – zu einer Einheit verschmelze zu lassen. „Krankheit ist eine Blockade der Energie, die wieder ins Fließen gebracht werden muss“, so die Philosophie des Qi Gong.

Vorträge gibt es diese Woche im DGH Frielendorf Todenhausen bis Donnerstag jeweils von 16 bis 19 Uhr. Anmeldung: Luise Kohl-Hajek, Tel. 0 56 81/64 56, qigonghessen@email.com.

Von Christine Thiery

Quelle: HNA

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