Wagenfurther sammelten Geld für Renovierung

In Feierlaune für die Kirche

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Zum zehnjährigen Geburtstag der Dorferneuerung: Mit einem Fest wurde Geld für die Renovierung der Kirche in Wagenfurth gesammelt.

Wagenfurth. Der Körler Ortsteil Wagenfurth ist ein kleines Dorf, das mit der ältesten Fachwerkkirche in Nordhessen eine Attraktion bietet. Das 1480 erbaute Kirchlein wurde 1989 saniert. Inzwischen besteht wieder Handlungsbedarf, um das Gebäude intakt zu halten.

Das und der Umstand, dass sich die Dorferneuerung in Wagenfurth zum zehnten Mal jährt, nahm die Dorfgemeinschaft zum Anlass, ein Fest zu organisieren, bei dem Geld für die Kirchenrenovierung gesammelt wurde.

Alf Kruska, der gegenüber dem Dorfplatz vor der Kirche Würstchen grillte, fasste die Schäden an der historischen Kirche zusammen: „Da sind ein paar Ecken, da ist Putz abgebrochen. An ein paar Stellen ist es ein bisschen nass. Da muss was gemacht werden“, sagte er.

Mitglieder des Ortsvorstands und Festorganisatoren hatten die Idee, mit einem Fest Geld für die Renovierung zu sammeln. Viele kamen, um sich am Dorfplatz Waffeln schmecken zu lassen, auf dem idyllischen Plätzchen ein Bier zu trinken und gemütlich beisammen zu sitzen.

Auch die Kinder hatten ihren Spaß. Der Kinderverein Körle bot Kinderschminken an. Nicole Elsner vom Kinderverein hatte alle Hände voll zu tun, den Kindern hübsche Gesichtsmasken zu zaubern. Selbst amerikanische Gäste konnten die Wagenfurther auf ihrem Fest begrüßen.

Amerikaner zu Gast

Werner Krell, der frühere Wirt des Wagenfurther Dorfgemeinschaftshauses, der beim Fest das Bier zapfte, hatte die Verwandten seiner früheren Frau mitgebracht. Darunter den Amerikaner Michael Woodford mit seiner Lebensgefährtin Marianne aus Florida.

Der 54-jährige Michael Woodford, dessen Mutter vor 40 Jahren starb, hatte seine Wurzeln in Deutschland gesucht und war vor wenigen Tagen bei seine Tante Ursula Krell in Wabern gelandet. Mit dem Benefizfest in Wagenfurth zeigten ihm seine Verwandten ein Stück nordhessische Kultur - und ein außergewöhnliches Kirchlein, das an dem Tag besichtigt werden konnte.

Auch der Guxhagener Architekt Gerhard Armbröster, der bei der Dorferneuerung für die Gestaltung des Dorfplatzes und den Umbau des daneben liegenden DGHs zuständig war, besuchte das Fest.

Ab dem späten Nachmittag verwandelte sich der Dorfplatz in eine Konzertbühne, als der Melsunger Musiker Ray Binder auftrat.

Rund 775 Euro kamen beim Benefizfest zusammen. Ob denn das Geld des Festes für die Renovierung ausreicht? „Das ist nicht das erste Fest“, erklärte Sandra Feldbusch vom Ortsbeirat. Wenn der Erlös nicht reiche, würde halt noch ein Fest organisiert. „Vielleicht machen wir auch mal einen Weihnachtsmarkt“, sagte sie mit einem Lachen. (zal)

Quelle: HNA

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