Der Werkeler Posaunenchor feiert 90-jähriges Bestehen am 7. und 9. Juni

Feierlicher mit Posaunen

Sie sind beim Posaunenchor dabei: Die Bläser aus Werkel waren kürzlich beim Fritzlarer Kulturtreff aktiv. Am nächsten Wochenende feiern sie Geburtstag. Foto: Zerhau

Werkel. Der Posaunenchor Werkel feiert am kommenden Wochenende sein 90-jähriges Bestehen. Am 7. und 9. Juni sind Freunde der Blasmusik in die Festscheune von Herbert Wilhelm in Werkel in der Obermöllricher Str. 6 eingeladen.

„Lobet den Herrn mit Posaunen“, dies war und ist das Motto und der Leitfaden für die Arbeit des Posaunenchores Werkel, der 1923 gegründet wurde und heute zum festen Bestandteil des dörflichen Lebens gehört.

Die Gründungsväter waren Konrad Siebert, Dietmar Zahn, Fritz Zahn, Heinrich Ritte, Ernst Löwer, Heinrich Österling, Heinrich Sauer und Heinrich Brinkmann. Instrumente konnte man sich damals nur anschaffen, weil die Mitglieder zu eigenen finanziellen Opfern bereit waren und der damalige Ortspfarrer Vater sich für die Unterstützung durch die Kirche eingesetzt hatte.

Da kein Übungsraum zur Verfügung stand, fanden die wöchentlichen Chorproben in den Häusern der Teilnehmer statt.

Der Chor wurde Mitglied des Posaunenwerkes der evangelischen Landeskirche Kurhessen-Waldeck und nahm an zahlreichen öffentlichen Auftritten teil. Dazu gehörten zum Beispiel die Landesposaunenfeste in Marburg und Bad Hersfeld.

Nach 1945 wurde der Chor wieder aktiv, auch wenn ein Großteil der Instrumente und Bücher vernichtet worden war. In den 50er Jahren stieg die Zahl der Bläser kontinuierlich an. So zählte der Posaunenchor bald 35 Bläser.

In den folgenden Jahrzehnten trug der Chor weiterhin zum aktiven Dorf- und Gemeindeleben bei. Seine Auftritte wurden insbesondere während der Gottesdienste, bei Trauer- und Geburtstagsfeiern oder sonstigen Jubiläen sehr geschätzt.

In den Jahren 1973, 1983 und 1998 wurden das 50-jährige, das 60-jährige und das 75-jährige Bestehen mit Konzerten, Festakten und Umzügen feierlich begangen.

Während dieser Jahrzehnte bildete der Posaunenchor zahlreiche Jugendliche aus Werkel an den Instrumenten aus. Dies ist auch heute noch so. Es war immer ein besonderes Anliegen des Chores, bei Kindern und Jugendlichen die Liebe zur Musik zu fördern und ihnen eine (kostenlose) Ausbildung an Trompete oder Posaune zu ermöglichen.

Im Laufe eines Jahres finden 30 bis 35 Übungsstunden statt. Hinzu kommen die zahlreichen Gottesdienstbegleitungen bei den hohen kirchlichen Feiertagen, in der Buß- und Bettagswoche, zu Abendmahlgottesdiensten und mehr.

Scheunenkonzerte, Auftritte beim Kultursommer, beim Weihnachtsmarkt in Fritzlar und in Seniorenheimen runden das Programm ab.

Viele Werkeler wünschen sich eine festliche Umrahmung ihrer persönlichen Jubiläen. Auch die feierliche Begleitung von Trauerfeiern und Vereinsjubiläen wird gern angenommen. (red)

Quelle: HNA

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