Feinste Klänge am Flügel: Einweihung des Instruments in der Musikschule

Verzauberten die Zuhörer mit wunderschönen KJängen: Noémi Klages am Cello und Simon Staub am neuen Flügel der Musikschule Wolfhager Land. Foto:  Sascha Hoffmann

Wolfhagen. Zahlreiche Spenden machten nun die Anschaffung eines erstklassigen Flügels für die Musikschule Wolfhager Land möglich, der am Freitagabend zur Einweihung des kleinen Konzertsaals im ehemaligen Hospital, Internatsgebäude und Katasteramt in der Kurfürstenstraße, erstmals zum Einsatz kam.

Vor rund 15 Jahren hat die Musikschule Wolfhager Land ihren ersten eigenen Flügel gekauft. Alt war er, heruntergekommen und nicht wirklich zu gebrauchen. Auch eine Komplettüberholung brachte nicht das gewünschte Ergebnis, ein Anstrich in strahlendem Grün aber machte ihn zumindest ansehnlich und zu einem einmaligen Schmuckstück in der regionalen Musikwelt.

Mit der Einweihung der neuen Musikschulräume vor rund einem Jahr wuchs der Wunsch, endlich ein adäquates Instrument für die begabten Schüler zu bekommen. Das hat nun geklappt.

Hochkarätige Unterstützung

„Wir haben uns hochkarätige Unterstützung eingeladen, um zu zeigen, was in einem solchen Instrument drin steckt“, sagt Musikschulleiter Malte Klages und freut sich über den 15-jährigen Simon Staub, der gemeinsam mit Klages’ Tochter Noémie den Konzertabend eröffnet. Beide Schüler des Hochbegabten-Zentrums an der Detmolder Musikhochschule, liegt ihnen die Musik im Blut. Dabei ist es vor allem Noémie, die mit ihrem Cello-Spiel direkt ins Herz trifft. Die ebenfalls 15-Jährige schließt die Augen, holt einmal tief Luft und taucht vollständig ein in die Musik. Sie liebt, was sie tut, das ist nicht nur zu hören, sondern auch deutlich zu spüren.

Feine Gefühlsnuancen der interpretierten Stücke - unter anderen von Beethoven - spiegeln sich in ihrem Gesicht. Mal ist es ein zauberhaftes Lächeln, mal ein angestrengtes Stirnrunzeln - immer aber ein Ausdruck ihrer musikalischen Leidenschaft, die die Wolfhagerin trotz ihres jungen Alters auf der Karriereleiter schon weit nach oben befördert hat.

Doch auch die, die noch nicht so weit sind wie sie, sollen ihr Podium erhalten. Malte Orf, Jorne Schulte, Dorothea Wagner, Florian Kranz - sie alle dürfen ihr Können präsentieren und sich über den Applaus des Publikums freuen. Die zweite Hälfte des Konzertabends gehört dann Klaudia Piecha, Anna Kukuck, Ulrike Dietrich, Nina Nordmeier und Julia Siebert, bevor zum Ende noch einmal Simon Staub dem neuen Flügel all das entlockt, was sein grüner Vorgänger nicht zu bieten hatte.

Der steht jetzt übrigens in der Zehntscheune und wartet auf einen neuen Besitzer. Er eigne sich vielleicht noch zur Bepflanzung mit Blumen, so Klages lachend. Spielen lasse er sich auch noch, nur das Stimmen gestalte sich problematisch.

Von Sascha Hoffmann

Quelle: HNA

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