Kreiserntedankfest: 150 Landwirte trafen sich in Gilserberg

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An den Wert der Lebensmittel erinnern: Darum ging es beim Kreiserntedankfest am Sonntag in der Hochlandhalle.

Gilserberg. Die Landfrauen richteten am Sonntag das Kreiserntedankfest in der Gilserberger Hochlandhalle aus. 150 Gäste – Vertreter der Landfrauen, des Bauernverbandes, der Landsenioren und der Landjugend – kamen.

Sie erinnerten unter dem Motto „Gemeinsam an das Danken denken“ an die eingebrachte Ernte und den Stellenwert ihrer Erzeugnisse. Durch das Programm leitete Bezirkslandfrau Renate Erhardt, der Posaunenchor Winterscheid/Lischeid/Heimbach sorgte für den musikalischen Rahmen. Tosca von der Ahé, Pfarrerin im Ruhestand, hielt den Festvortrag.

Reiner Kehl, der Kreislandwirt Adolf Lux vertrat, fand kritische Worte für den Umgang mit Lebensmitteln: „Ein durchschnittlicher Haushalt gibt nur etwa vierzehn Prozent des Einkommens für Nahrung aus“, erklärte Kehl. 1733, als im Königreich Preußen das Erntedankfest als Termin festgelegt wurde, sei eine gute Ernte ein absoluter Glücksfall gewesen.

„Heute leben wir im Überfluss. Der Umgang mit Lebensmitteln ist alltäglich, ja gleichgültig geworden“, beklagte Kehl. Den Landwirten müsse es darum gehen, an die Wertigkeit zu erinnern. „Damit die Menschen wieder die Bereitschaft aufbringen, faire Preise zu zahlen.“

Der Frage „Wofür können wir danken?“ spürte Renate Erhardt nach. Sie freue sich über die couragierte Elisabeth Böhm, die 1898 den ersten Hausfrauenverein gründete. Erika Wenzel, in Vertretung für die Vorsitzende der Landsenioren Anni Euler, sagte: „Ein überraschender, freundlicher Dank macht das Leben erst schön.“

Die Landjugend sagte symbolisch danke: mit einem schottischen Tanz. Bei Gesprächen, Kaffee und dem selbst gebackenen Kuchen der Landfrauen aus dem Hochland klang das Erntedankfest gemütlich aus. (zsr)

Quelle: HNA

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