Durchschnittlich leben landesweit 14 Tiere pro 100 Hektar

Weniger Tiere: Dem Feldhasen fehlt es im Schwalm-Eder-Kreis an Lebensraum

Schwalm-Eder. Feldhasen machen sich rar. Durchschnittlich leben landesweit 14 Tiere pro 100 Hektar, das ist eine Million Quadratmeter. Eine Ausnahme ist die Waberner Senke mit ihren warmen Böden und dem vielen schmackhaften Kohl. Dort liegt der Hasenbestand nicht bei 14 sondern bei über 20 Tieren.

Kohl bietet den Feldhasen auch ausreichend Deckung, die ihm anderswo häufig fehlt. „Dem Hasen fehlt der Lebensraum,“ darin sind sich Achim Hinz, Obmann für Öffentlichkeitsarbeit beim Kreisjagdverein Hubertus Melsungen und Werner Wittich, Kreisjagdberater für den Schwalm-Eder-Kreis einig. Für den Hasen ungünstig sind die großen Felder, auf denen nach der Ernte nicht mehr wie früher eine Zwischenfrucht angebaut wird, sondern gleich wieder ausgesät wird, sagt Hinz. Die Schutz bietenden Hecken zwischen den Äckern sind vielerorts verschwunden.

Fuchs, Dachs, Waschbär, Habichte, Elstern, Krähen und Raben haben es auf den Hasen, vor allem auf seine Jungen, abgesehen. Der Nachwuchs macht sich als Nestflüchter gleich auf die Suche nach Deckung und wird schnell Opfer, wenn er keinen Schutz findet.

Der Mensch spielt da fast eine Nebenrolle, denn Meister Lampe wird nur dort geschossen, wo seine Zahl vergleichsweise hoch ist - so wie es in der Waberner Tiefebene der Fall ist.

Dass sein Bestand sich nach dramatischen Einbrüchen ab den 1970er Jahren bis Mitte der 1990er-Jahre allmählich wieder erholt, ist für Naturfreunde erfreulich. Dass man aber wie noch vor Jahrzehnten viele Feldhasen zu Gesicht bekommt ist eher selten, meint Achim Hinz.

Quelle: HNA

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