Breitbandausbau für Felsberger Stadtteile wird kommende Woche abgeschlossen

Bald geht´s schneller ins Internet

+
Der Funkmast auf dem Heiligenberg: Dies ist der Hauptverteiler für das Signal, das künftig eine schnellere Internetverbindung ermöglichen soll.

Felsberg. Die Zeiten, in den Studenten mit Wohnsitz in Niedervorschütz auf die Gudensberger Höhe fahren mussten, um sich Uni-Unterlagen aus dem Internet herunterzuladen, sind vorbei: Der Breitbandausbau für diesen und sechs weitere Felsberger Stadtteile ist so gut wie abgeschlossen.

Das sagte Bürgermeister Volker Steinmetz in einem Gespräch mit der HNA.

Die Firma OR-Network wurde 2012 von der Stadt Felsberg beauftragt, die Stadtteile Alten- und Neuenbrunslar, Hesserode, Hilgershausen, Melgershausen und Niedervorschütz mit einer schnelleren Internetverbindung zu versorgen.

In diesen Stadtteilen wurde zuvor per Umfrage ein Bedarf bei mindestens fünf Prozent der Haushalte festgestellt. Dieser Bedarf war Voraussetzung dafür, dass das Land Hessen den Breitbandausbau bezuschusste: Von den 80 000 Euro Kosten übernimmt das Land 60 Prozent.

Die Verbindung erfolgt über Glasfasernetz und Richtfunk. In jedem der genannten Stadtteile wurden Verteiler installiert. Dieser lokale Verteiler - oder aber der Hauptverteiler, der Funkmast auf dem Heiligenberg - muss von dem Gebäude, das angeschlossen werden soll, sichtbar sein.

Dank seiner Lage profitiert übrigens auch Heßlar vom schnelleren Internet. Dieser Stadtteil war in der ursprünglichen Planung nicht vorgesehen, weil dort kein Bedarf über fünf Prozent festgestellt wurde.

Da Heßlar aber unmittelbar am Fuß des Heiligenbergs liegt, können Haushalte dort das Signal direkt vom dortigen Funkmast empfangen. Es musste also kein lokaler Verteiler im Ort installiert werden. "Damit sind auch keine zusätzlichen Kosten entstanden", erklärte Heinrich Kern, Umweltberater der Stadt Felsberg.

Im Laufe der kommenden Woche sollen nun auch die letzten beiden Stadtteile, Hilgershausen und Hesserode, angeschlossen werden. Rund 1200 Haushalte könnten dann das schnellere Internet nutzen.

40 Haushalte haben laut Oliver Reitz, Inhaber von OR-Network, bereits einen Anschluss angemeldet, 150 weitere hätten Interesse bekundet. Statt wie bisher mit unter 1 Mbit pro Sekunde können die Bewohner künftig mit bis zu 16 Mbit pro Sekunde surfen, sagte Reitz.

Wenn nötig, seien unter Umständen aber auch Geschwindigkeiten von bis zu 50 Mbit möglich, das sei zum Beispiel für Unternehmen interessant.

Von Judith Féaux de Lacroix

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare