88-Jährige entdeckte Feuer

Felsberg: 30.000 Euro Schaden bei Brand in Fachwerkhaus

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Böddiger. Ein Schwelbrand ist am Mittwochabend in der unteren Etage eines Zweifamilienhauses im Felsberger Stadtteil Böddiger ausgebrochen. Gegen 19 Uhr bemerkte die 88-jährige Bewohnerin Brandgeruch in ihrer Küche. Dann begann auch noch der Rauchmelder im Keller zu pfeifen.

Die 88-Jährige alarmierte ihren Sohn, der mit seiner Famlie die obere Etage des Hauses bewohnt, dieser rief sofort die Feuerwehr. Als die Einsatzkräfte eintrafen, war die Küche völlig verraucht. Die Holzbalkendecke über dem Keller war stark aufgeheizt – die Wärmebildkamera zeigte Temperaturen weit über 200 Grad an – und an den Wänden bildeten sich braune Stellen.

Das Feuer hatte sich bereits in der Decken- und Wandisolierung ausgebreitet. Zwar gab es keine offenen Flammen, aber immer wieder stießen die Feuerwehrleute auf Glutnester. Um diese zu löschen, mussten die Feuerwehrleute unter Leitung von Wehrführer Timo Träbing Teile der Küchenmöbel abbauen sowie Teile der Wand im Keller und der Decke aufbrechen. Sie entfernten einen Teil eines Balkens und die gesamte Isolierung in dem Gebäudeteil. Wegen der starken Rauchentwicklung trugen die Einsatzkräfte Atemschutzgeräte.

Um den Rauch aus dem Gebäude zu bekommen, setzte die Feuerwehr einen Druckbelüfter ein. Bewohnerin erlitt Schock Die Feuerwehrleute wurden von Kräften aus Felsberg, Lohre und Niedervorschütz unterstützt. Insgesamt waren 52 Feuerwehrleute und vier Helfer vom Rotem Kreuz im Einsatz. Gegen 22 Uhr war der Einsatz beendet, alle Glutnester waren gelöscht. Die 88-Jährige erlitt einen Schock, sie und die anderen Hausbewohner wurden von Helfern des DRK versorgt. Die ältere Dame wurde vorerst bei Verwandten in der Nachbarschaft untergebracht. Sie könne aber wieder in ihre Wohnung zurückkehren, sagt Kriminalhauptkommissar Reinhard Giesa von der Polizei in Homberg.

30.000 Euro Schaden

Den Schaden an dem 1825 erbauten Fachwerkhaus schätzen Polizei und Feuerwehr auf rund 30.000 Euro. Brandursache war laut Kriminalhauptkommissar Giesa ein Holzbalken, der direkt über dem Rohr lag, über das Rauchgas von der Heizungsanlage durch die Kellerwand abgeführt wurde. „Der Balken wurde so jahrelang immer wieder erhitzt und ist langsam verkohlt – so lange, bis er den Zündpunkt erreicht hatte“, erklärt Giesa.

Von dem Balken griff die Glut auf das Isoliermaterial in der Wand über. Kreisbrandinspektor Werner Bähr, der selbst in Böddiger wohnt und auf dem Heimweg von seiner Dienststelle am Brandort vorbeikam, lobte den ruhigen und gezielten Einsatz der Feuerwehren. Durch ihr besonnenes Handeln konnte ein größerer Wasserschaden verhindert und das Feuer schnell gelöscht werden. (zot)

Felsberg-Böddiger: Brand in Fachwerkhaus

Quelle: HNA

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