Neue Bäume: Schatten für die Sülzelache

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Bäume für die Sülzelache: Schattenspender sind wichtig, damit sich die Wassertemperatur des Baches nicht erhöht. Das nämlich hat negative Auswirkungen auf Kleinstlebewesen.

Felsberg. Hainbuchen, Erlen und schmale Eschen stehen auf der Pflanzen-Liste für die Sülzelache in Felsberg. Voraussichtlich im Spätherbst soll mit der Bepflanzung begonnen werden.

Vorab muss aber noch mit den Anwohnern gesprochen werden, sofern sie in der Straße Im Kirchgarten und somit den künftigen Bäumen gegenüber wohnen. Das betrifft die etwa 230 Meter lange Strecke vom Anwesen Ladewig bis zur Kreuzung Haintor, heißt es im Protokoll einer Sitzung des Felsberger Ortsbeirates. Das ist zugleich der längste Abschnitt, wo am Stück gepflanzt wird.

Büsche bleiben stehen

Weiter Richtung Böddiger haben sich bereits Büsche angesiedelt, die erhalten bleiben sollen. Dort würden nur noch die Lücken geschlossen, erläuterte Felsbergs Umweltberater Heinrich Kern. Das gilt auch für Lücken an anderen Stellen. Das Gesamtbild sollte ansprechend sein, und die Pflege der Bäume sollte sich in Grenzen halten, hatte Ortsvorsteher Klaus Döll in der Sitzung angemerkt.

Uta Sarrazin vom Umwelt- und Gartenamt der Stadt Kassel hatte in der Sitzung darauf hingewiesen, dass bei der Bepflanzung darauf zu achten sei, dass das Zusammenspiel von Flora und Fauna funktioniere. So sei es beispielsweise von Bedeutung, dass Gewässer beschattet würden, um die Wassertemperatur in Grenzen zu halten, damit die Lebensgrundlage der Organismen und Kleinstlebewesen erhalten bleibe.

Diese Kleinstlebewesen, zu denen auch die Insekten gehören, seien auf heimische Pflanzen und Bäume angewiesen. Daher sollten Hainbuchen und Erlen auch bei der Pflanzung im Feldbereich berücksichtigt werden. (bmn)

Quelle: HNA

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