Bürgermeister wirbt für Beitritt zu Arbeitsgemeinschaft

Felsberg tut sich mit Stromnetzkauf schwer

Felsberg. Neun Städte und Gemeinden im nördlichen Schwalm-Eder-Kreis haben bereits beschlossen, eine Arbeitsgemeinschaft zu bilden. Diese soll den Kauf des Eon-Stromnetzes vorbereiten. Felsberg aber tut sich schwer mit einer Entscheidung zum Beitritt.

Daher gab es am Donnerstagabend eine Informationsveranstaltung im Vorfeld der Parlamentssitzung am 1. September.

Bürgermeister Volker Steinmetz warb vor 60 Zuhörern, vielfach Stadtverordnete, um den Beitritt. Eine Entscheidung hatte das Parlament auf Wunsch der SPD in der Juni-Sitzung von der Tagesordnung genommen. Man brauche mehr Informationen. Auch jetzt sieht es so aus, als würden SPD und CDU den Beitritt zu einer noch zu gründenden Netzgesellschaft ablehnen.

Mario Gerhold, Bürgermeister von Körle und Sprecher der neun Nordgemeinden, die sich zur „Energiekommission Schwalm-Eder Nord“ zusammengetan haben, sagte dazu auf Anfrage der HNA: „Es ginge auch ohne Felsberg.“

In der Felsberger Informations- und Diskussionsveranstaltung ging es vorrangig darum, ob Felsberg von einer Netzübernahme profitieren oder damit ein finanzielles Risiko eingehen würde. Wenn Felsberg mitmacht, würden sich die zehn Kommunen entsprechend ihrer Netz-Länge im Ort die geschätzten Kaufkosten teilen. Die liegen bei etwa 16 Mio. Euro. Da die Städte und Gemeinden in der Gesellschaft einen Anteil von 51 Prozent halten würden, würde sich der Preis halbieren. 49 Prozent würde ein Partner tragen, etwa die Eon-Mitte.

Die Pacht, die der Netzbetreiber zahlen muss, wird ebenfalls 51 zu 49 aufgeteilt. Der Netzbetreiber würde auch die Kosten für Instandhaltung und Modernisierung tragen. Bei einer Rendite von sechs Prozent würde trotz Kreditzinsen und Tilgung ein Überschuss bleiben, hieß es.

Quelle: HNA

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