Wagner nur am Rande Thema

Felsberger Feuerwehren zeichneten Mitglieder aus

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Ausgezeichnet: Achtmal wurde die höchste Auszeichnung der Jahreshauptversammlung, das silberne Brandschutzehrenabzeichen am Bande verliehen. von links Klaus Siemon, Klaus Albert, Werner Bähr, Patrick Lutze, Jörg Bachmann, Harald Ermler, Dirk Gerhold, Karsten Stumpf und Bürgermeister Volker Steinmetz.

Felsberg . Die Auflösung des Ehrenamtsverhältnisses vom Felsberger Wehrführer Hartmut Wagner überschattete das vergangenen Jahr der Felsberger Wehr. Der Alltag muss aber weitergehen.

Und die Feuerwehr von Felsberg ist nach wie vor gut aufgestellt – zu diesem Ergebnis kamen die Mitglieder in der Jahreshauptversammlung am Freitagabend. Stadtbrandinspektor Klaus Siemon zog eine positive Bilanz des vergangenen Jahres. Mehrere Neuzugänge sichern den Nachwuchs, zahlreiche erfolgreich absolvierte Fortbildungen sichern die hohe Leistungsfähigkeit. Das Engagement der 273 aktiven Feuerwehrfrauen und -männer von Felsberg sichere zudem den guten Erfolg bei Einsätzen.

44 Mal rückte die Feuerwehr 2012 aus, um technische Hilfe zu leisten – Hochwasser, Unwetter und Großbrände waren im vergangenen Jahr nicht dabei.

Dafür schwelte ein anderer Brand in den Reihen der Feuerwehr. Gemeint war die Entlassung von Wehrführer Hartmut Wagner. Es werde jedoch an diesem Abend keine Lösung für das Problem geben, sagt der Stadtbrandinspektor. Und doch wollte er das Thema nicht gänzlich unkommentiert lassen. Eine Reihe von Halbwahrheiten seien in der Öffentlichkeit verbreitet worden. Die Aussage, man hätte sich im stillen Kämmerlein treffen sollen, um die Angelegenheit unter vier Augen zu regeln, ansonsten seien bereits drei Personen gefunden worden, die die Ämter übernehmen könnten, sei nicht akzeptabel.

Die Feuerwehr sei kein Löschverein. „Bei uns gibt es klare Feuerwehrstrukturen, an die wir uns halten müssen. Zu diesen Strukturen zählen keine geschlossenen Räume“, so Siemon. Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit bilde die wichtigste Grundlage. Er hoffe, dieses Vertrauen auch weiter aufrecht erhalten zu können. Seine Haltung fand viel Zustimmung unter den anwesenden Mitgliedern.

Nicht unkommentiert blieb das Anhörungs- und Absetzungsverfahren von Hartmut Wagner auch in der Rede von Felsbergs Bürgermeister Volker Steinmetz. Magistrat und Bürgermeister seien für das Personal zuständig, und wenn gehäuft Kritik geübt werde, müsse man aktiv werden. Mehr wollte Steinmetz jedoch aus Daten- und Persönlichkeitsschutzgründen nicht sagen. Wer die Nachfolge des ausgeschiedenen Wehrführers künftig übernimmt, kam bei der Jahreshauptversammlung nicht zur Sprache. Zum letzten Tagesordnungspunkt Aussprache und Anregung stellten sich die Wehrführer, symbolisch auf die Bühne und damit hinter den aktuellen Stadtbrandinspektor und damit auch zu der getroffenen Personalentscheidung. Dies wurde auch mündlich von Wehrführer Sven Cramer bekräftigt, sagte Steinmetz gegenüber der HNA.

Dafür standen jedoch noch einige Beförderungen auf der Tagesordnung, unter anderem die Ernennungen von Sven Eckardt zum neuen Brandmeister der Feuerwehr Wolfershausen, sowie die Beförderung von Stefan Dippel zum Oberbrandmeister von Felsberg. 15 Mitglieder der Feuerwehr erhielten eine Anerkennungsprämie der Stadt und acht Feuerwehrmänner bekamen das silberne Brandschutzehrenzeichen am Bande verliehen.

Von Christl Eberlein

Quelle: HNA

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