73,6 Prozent der Stimmen

Steinmetz bleibt Bürgermeister in Felsberg

Volker Steinmetz nach der Bekanntgabe seines Wahlsieges mit Dr. Edgar Franke.

Felsberg. Volker Steinmetz bleibt Bürgermeister in der Drei-Burgen-Stadt. Der 45-jährige Amtsinhaber erhielt laut vorläufigem Endergebnis 73,6 Prozent der Stimmen. Sein Herausforderer Stefan Rother kommt auf 26,4 Prozent.

„Ich bin überwältigt vom Wahlergebnis“, sagte Volker Steinmetz gegenüber der HNA. Diese breite Zustimmung gebe ihm die Energie, die er jetzt brauche. An die Fraktionen im Stadtparlament gerichtet sagte er: „Lassen Sie uns zum Dialog zurückkehren. Ich bin dazu bereit.“

Bei seinem Gegenkandidaten Stefan Rother bedankte er sich für den fairen Wahlkampf. Rother gratulierte Steinmetz zum Wahlsieg und sagte: „Alles Gute für Sie – und dass Felsberg vorankommt.“

Kurzclip: Volker Steinmetz nach dem Wahlsieg

Das Ergebnis sei ein klares Votum für den Amtsinhaber, sagte Jörg Müller, Knüllwalds Bürgermeister. Jetzt müsse man in Felsberg Steinmetz als neuen Bürgermeister akzeptieren. „Die Einwohner von Felsberg haben entschieden“, so der SPD-Mann. Alle Parteien müssten jetzt an einem Strang ziehen – und zwar am selben Ende.

Dr. Edgar Franke, Sprecher für die SPD im Schwalm-Eder-Kreis, betonte: „Felsberg hat einen Neuanfang nötig.“ Müller und Franke würdigten auch das Ergebnis von Stefan Rother. „Für einen völlig Fremden ist ein Viertel der Stimmen ein gutes Ergebnis“, sagte Müller, und Franke betonte, Rother habe in einem schwierigen Umfeld einen guten Wahlkampf geführt.

Die Wahlbeteiligung bei der Bürgermeisterdirektwahl lag bei 64,2 Prozent – das entspricht 5453 gültigen Stimmen. 8601 Felsberger waren wahlberechtigt.

In seinem Heimatstadtteil Beuern erhielt Volker Steinmetz 89,9 Prozent der Stimmen – deutlich am schlechtesten Schnitt er im Wahlbezirk ehemaliges Feuerwehrhaus Altenbrunslar ab (56,6 Prozent). Dort erzielte Herausforderer Rother 43,6 Prozent der Stimmen.

Wahlticker von Damai D. Dewert

19.26 Uhr: Jörg Müller gratuliert Steinmetz und würdigt das Ergebnis von Rother, der als völlig Fremder immerhin ein Viertel der Stimmen erhielt. Jetzt müsse man in Felsberg Steinmetz als neuen Bürgermeister akzeptieren. "Die Einwohner von Felsberg haben entschieden." Jetzt müsse man an einem Strang ziehen. Die Parteien in Felsberg seien gefordert. Felsberg habe viel zu bieten - und Felsberg müsse jetzt voran kommen, so Müller.

19:24 Uhr: Das vorläufige Endergebnis ist da: Volker Steinmetz erhielt 73,6 und Stefan Rother erhielt 26,4 Prozent der Stimmen

19.16 Uhr: Wir haben gerade erfahren, dass die Wahllokale Felsberg und Gensungen nicht automatisch einlaufen. Sie werden hier gleich mündlich verkündet. MdB Edgar Franke und Knüllwalds Bürgermeister Jörg Müller werden ein paar Worte an die beiden Kandidaten und die mittlerweile gut 200 Besucher richten.

19 Uhr: Es klemmt gerade etwas. Seit Minuten keine neuen Ergebnisse. Felsberg und Gensungen fehlen immer noch.

Im Wahllokal: Der 83-jährige Adolf Winterstein (rechts im Bild mit Wahlhelfer Dieter Schlick) gab seine Stimme ab, um in Felsberg etwas zu bewegen.

18.45 Uhr: 4346 Stimmen sind bisher ausgezählt. 8600 Wahlberechtigte waren aufgerufen. Die Wahlbeteiligung liegt bisher bei unterdurchschnittlichen 57,1 Prozent. Neues Ergebnis nach 13 Bezirken: Volker Steinmetz führt mit 74,4 vor Stefan Rother mit 25,6 Prozent.

18.40 Uhr: Es sind 12 Bezirke ausgezählt. Rother holt weiterhin leicht auf. Er liegt jetzt bei 23,3 und der Amtsinhaber Volker Steinmetz kommt auf 76,7. Die großen Bezirke Felsberg und Gensungen sind bisher aber noch nicht ausgezählt.

18.30 Uhr: Stefan Rother holt leicht auf. Er liegt jetzt nach 10 Wahlbezirken von 19 bei 20,4 Prozent - Volker Steinmetz kommt demnach auf 79,6 Prozent.

18.25 Uhr: Die Anzeige des Ergebnisses war nicht selbsterklärend. Es handelte sich bisher nicht etwa um die Stadtteilergebnisse, sondern immer um das amtliche vorläufige Gesamtergebnis. Also, ausgezählt sind DGH Hesslar, Beuern, Lohre, Melgershausen, Niedervorschütz, Jugendhaus Böddiger, Jugendclub Helmshausen und DGZ Hilgershausen. Das Ergebnis: Volker Steinmetz 81,3 und Stefan Rother 18,7.

18.15 Uhr: Die ersten Ergebnisse sind da: Jugendclub Helmshausen. 91,7 für Volker Steinmetz und 8,3 für Stefan Rother. Das zweite Ergebnis kommt aus dem Dorfgemeinschaftshaus Hesslar, Steinmetz: 80,7 und Rother 19,3

18 Uhr: Die Wahllokale in der Drei-Burgen-Stadt sind geschlossen. Die ersten Menschen sind im Bürgersaal eingetroffen. Vor dem Rathaus sind Parkplätze reserviert - unter anderem auch für Dr. Edgar Franke (SPD). Ob es auch einen für Staatssekretär Mark Weinmeister (CDU) gibt? Eben trifft der Amtsinhaber Volker Steinmetz ein - vom Herausforderer Stefan Rother ist bislang noch nichts zu sehen ...

Bilder des Wahlabends

Bürgermeisterwahl in Felsberg

Vorbericht

Gegen 15 Uhr hatten etwa 55 Prozent der Wahlberechtigten im Wahlbezirk Heiligenbergschule Gensungen ihre Stimmen abgegeben. „Die Wahlbeteiligung scheint niedriger als bei der Landtagswahl, doch das kann sich noch ändern, da am Nachmittag durchschnittlich bisher mehr Wähler ihre Stimmen abgaben als am Vormittag“, sagte Wahlvorstand Bernd Grasse.

Von den 796 Wahlberechtigten des Wahlbezirks hatten sich zwölf Prozent für die Briefwahl entschieden. „Vermutlich sind die Wähler durch die Landtagswahlen wahlmüde geworden“, sagte Grasse. Bis 18 Uhr können Wähler ihre Stimmen noch in den Wahllokalen abgeben.

Die Ergebnisse aus den 18 Wahlbezirken werden am Sonntagabend ab 18 Uhr im Felsberger Rathaus einlaufen. Im Bürgersaal kann sich jeder über den aktuellen Stand informieren. Auch die beiden Kandidaten Steinmetz und Rother werden nach eigenen Angaben dort sein und mitverfolgen, wie viele Stimmen für sie abgegeben wurden.

„Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass ich nicht aufgeregt bin“, räumte Volker Steinmetz ein. Ähnlich erging es Stefan Rother: „Ein bisschen aufgeregt bin ich schon“, sagte er, „aber ich habe ein gutes Gefühl.“ (jul)

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Einen ausführlichen Bericht über den Wahlabend lesen Sie am Montag in der Melsunger Allgemeinen.

Quelle: HNA

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