Felsberger Parlament lässt Alternative zum umstrittenen Wehr-Standort prüfen

Felsberg. Die Stadt Felsberg nimmt als Standort für die Kernstadtfeuerwehr ein neues Gelände unter die Lupe: Das Parlament der Drei-Burgen-Stadt beauftragte am Donnerstagabend ein Siegener Büro, ein 1,7 Hektar großes Gelände an der Mittelhöfer Straße 37 als möglichen Feuerwehrstandort zu prüfen. Dafür stellten die Stadtverordneten 20.000 Euro bereit.

Die Idee, eine Alternative zum bestehenden Feuerwehrstandort am Sankt-Albans-Weg zu prüfen, brachte die Verwaltung während der Parlamentssitzung am Donnerstag per Eilantrag ein. Ende Mai sei der Stadt von einem ortsansässigen Unternehmer das Gewerbegrundstück samt einer 1994 erbauten Halle mit Werkstatt, Bürogebäude, Doppelwohnhaus und zwei Garagen zum Verkauf angeboten worden, erklärte Bürgermeister Volker Steinmetz. Stadtvertreter hätten daraufhin die Gewerbeimmobilie angeschaut.

Mit einem Feuerwehrhaus an der Mittelhöfer Straße wäre der Weg frei, den umstrittenen Standort Sankt-Albans-Weg fallen zu lassen. Dort hat der Feuerwehrtechnische Dienst etliche Mängel festgestellt. So sollen unter anderem in der Fahrzeughalle nicht genügend Stellplätze zur Verfügung stehen, Rangier- und Ausfahrtsflächen nicht der DIN-Norm entsprechen und die sanitären Anlagen nicht ausreichen.

Zuschuss steht auf dem Spiel

Gleichwohl: Die Stadt hat bislang viel unternommen, um das Gelände am Sankt-Albans-Weg weiter zu entwickeln. So hat die Verwaltung einen Bauantrag für einen 585 000 Euro teuren Anbau gestellt, heißt es im Eilantrag des Bürgermeisters. Dafür stünden aus dem Konjunkturprogramm 150 000 Euro zur Verfügung, die bis Ende Dezember abzurechnen seien. Sollte dies nicht geschehen, könnte das bereits zugesagte Fördergeld für den Feuerwehranbau aus zeitlichen Gründen verloren gehen, heißt es im Eilantrag.

Die Entscheidung, das Gelände an der Mittelhöfer Straße auf seine Tauglichkeit als Feuerwehrstandort prüfen zu lassen, fiel im Parlament einstimmig und ohne vorherige öffentliche Diskussion der Stadtverordneten. (lgr)

Quelle: HNA

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