Sanierungsarbeiten 

Felsberger Rathaus wird noch teurer: Kosten betragen 3,9 Millionen Euro

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Ärgernis: Der Umbau des Felsberger Rathauses, bei dem auch Mineralfasern beim Ausbau der Deckenplatten hätten frei werden können, deshalb das Schild, sorgt weiter für Unmut, weil die Kosten ständig steigen. Die Platten sowie Teile der Außenfassade, die die Fasern enthielten, sind mittlerweile entfernt. 

Felsberg. Die Rathaussanierung ist und bleibt Dauerthema in Felsberg: Nun wird das Projekt erneut teurer.

Knapp 3,9 Millionen Euro soll die Sanierung nach jetzigem Stand kosten. Zuletzt war von 3,29 Millionen Euro die Rede. In der Parlamentssitzung am Donnerstag, 16. November werden die Felsberger Stadtverordneten über die Kostenerhöhung abstimmen.

Die Mehrkosten setzen sich wie folgt zusammen

• Für Dachdeckerarbeiten und Blitzschutzertüchtigung haben die Handwerker Angebote erstellt, die höher liegen als die ursprünglich kalkulierten Kosten. Zwar war das Angebot für Leichtmetallbau (Fenster und Türen) günstiger als erwartet. Trotzdem ergeben sich in der Summe Mehrkosten von insgesamt 110 000 Euro.

• Bei der ersten Schätzung der Kosten konnte der Architekt laut Bürgermeister Volker Steinmetz noch nicht alles einsehen, weil manches zum Beispiel durch Wandverkleidung verdeckt war. „Nun hat man festgestellt, dass beim Bau des Rathauses Fehler gemacht wurden“, erklärt Steinmetz. Beispielsweise wurden die Abschnittsklappen der Lüftungsanlage falsch gesetzt, so dass Feuer überschlagen kann. Darüber hinaus sind die Wasserleitungen veraltet und wurden schlecht verlötet. Die Mehrkosten belaufen sich auf 280 000 Euro.

• Hinzu kommen Mehrkosten für Lüftungsanlage und Hausinstallation in Höhe von 168 000 Euro.

ULF beantragt, den Ausschuss aufzulösen

Auch ein weiterer Tagesordnungspunkt dreht sich um die Rathaussanierung: Die Unabhängige Liste Felsberg (ULF) hat den Antrag gestellt, dass der baubegleitende Ausschuss zur Rathaussanierung aufgelöst wird.

Der Grund: CDU und FDP hatten den Ausschuss verlassen, weil sie die steigenden Kosten für die Rathaussanierung nicht mehr mittragen wollten (die HNA berichtete). Laut Michael Fehmer (ULF) sei es nicht sinnvoll, wenn in dem Ausschuss nun nur noch zwei von vier Parlamentsfraktionen vertreten seien. „Zumal es CDU und FDP waren, die vor anderthalb Legislaturperioden diesen Ausschuss extra haben wollten“, sagt Fehmer.

Stattdessen sollten Fragen zur Rathaussanierung künftig im Bau- und Umweltausschuss beschlossen werden, schlägt die ULF vor. „Dort sind CDU und FDP noch mit im Boot“, sagt Fehmer.

Die Stadtverordneten tagen öffentlich am Donnerstag, 16. November, ab 19.30 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Rhünda, Bornstraße 5. Weitere Themen auf der Tagesordnung sind die mögliche Reduzierung der Kita-Gebühren, das Zukunftsinvestitionsprogramm, Ehrungen, die Umwandlung eines Spielplatzes in Gensungen zu einem Baugrundstück und der Verkauf des Feuerwehrhauses in Beuern. 

Quelle: HNA

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