HNA-Lesertreff: Bürgermeisterkandidaten sprachen über Sparpläne

Felsberg. Die drückende Schuldenlast, die lang ersehnte Ortsumgehung, der Leerstand, die Wirtschaftsförderung und die Zusammenarbeit mit den Ortsbeiräten - das waren die beherrschenden Themen am Montagabend beim HNA-Lesertreff im Felsberger Bürgersaal.

Etwa 500 Besucher nutzten die Gelegenheit, den beiden parteilosen Bürgermeisterkandidaten Volker Steinmetz und Stefan Rother vor der Wahl am 3. November noch einmal auf den Zahn zu fühlen. Sie erlebten eine sachliche und faire Diskussion. Doch auch die Probleme in der Kommunikation zwischen Verwaltung, Bürgermeister und politischen Gremien kamen zur Sprache. So wollten die Moderatoren Heinz Rohde und Judith Féaux de Lacroix wissen, wie sich die beiden Kandidaten die Zusammenarbeit im Falle eines Wahlerfolges vorstellen. Steinmetz sagte, dass man einen neuen Ton entwickeln müsse und dass die Wahl eine Zäsur sein könne, um einen anderen Umgang miteinander zu finden.

Kaum Gestaltungsspielraum

Gegenkandidat Rother, der von SPD, CDU, FDP und FWG unterstützt wird, zeigte sich zuversichtlich, dass die Fraktionen den Weg erkannt hätten, den sie mit ihm gestalten könnten.

Dass die Gestaltungsspielräume aufgrund der hohen Schuldenlast recht gering sind - auch das wurde am Montagabend deutlich. Magistratsmitglied Peter Hammerschmidt stellte deshalb die Frage, warum Felsberg nicht das Angebot des Rettungsschirmes annehme. Beide Kandidaten machten klar, dass das keine Option ist. „Dieses Armutszeugnis brauchen wir uns nicht auszustellen, wir können das selber wuppen“, sagte Rother. Und auch Steinmetz betonte, dass eine Finanzberatung durchaus nötig sei, er aber die kommunale Selbstverwaltung erhalten wolle. Gerade im sozialen Bereich gelte es, die Angebote zu erhalten.

Von Barbara Kamisli

HNA-Lesertreff im Felsberger Bürgersaal

HNA-Lesertreff im Felsberger Bürgersaal

Quelle: HNA

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