Fenster bröckeln schon

Förderverein will evangelische Stadtkirche in Fritzlar instandsetzen

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Evangelische Stadtkirche Fritzlar: Die Fenster bröckeln schon, jetzt gibt es von der Kreissparkasse eine Anschubfinanzierung zur Sanierung.

Fritzlar. An den gotischen Fenstern der Fritzlarer Stadtkirche bröckelt es schon und auch sonst gibt es Renovierungsbedarf in der Kirche. Ein Förderverein kümmert sich seit vergangenem Jahr darum. Jetzt hat die Kreissparkasse Schwalm-Eder 2000 Euro als Anschubfinanzierung bereit gestellt.

An den Fenstern, bei denen die kleinen Scheiben schon wackeln, sind auch Abdichtungen gegen den Regen nötig. Die hohen Gewölbe der Kirche müssen untersucht werden, um den Renovierungsbedarf zu ermitteln. Die Heizung und die Elektrik sind nicht mehr neu, und die Raumakustik sei problematisch, jedenfalls für Sprechstimmen, sagt Dekan Dr. Helmut Umbach.

Was noch an der Kirche getan werden muss und soll, darüber machen sich Förderverein und Kirchenvorstand gemeinsam Gedanken. Dementsprechend steht auch noch nicht fest, wie viel die Arbeiten kosten werden.

Denkbar sei etwa, die Kirchenbänke durch Stühle zu ersetzen und den Altar beweglich zu machen, damit er zu bestimmten Anlässen verschoben werden kann. Das seien aber bisher nur Vorschläge, über die noch nicht entschieden sei, sagt der Dekan.

Sie setzen sich für die Stadtkirche Fritzlar ein: von links Ralf Höhmann, Hartmut Landau ( Kreissparkasse), Dekan Prof. Dr. Helmut Umbach , Hilmar Liese (Kirchenvorstand) und Roland Hoyer (Förderverein).

„In dieser Kirche ist jeden Tag etwas los“, erklärt Umbach, unter anderem wird sie von den Schulen, von der Gemeinde Gottes, von Orgelschülern und natürlich von der evangelischen Kirchengemeinde genutzt. Der Dekan betont in seiner Betrachtung, dass er die Kirche nicht als streng konfessionell gebunden sehe und verweist auf die Geschichte des Gotteshauses. Sie geht auf den Orden der Franziskaner zurück, die im 14. Jahrhundert mit dem Bau einer Kirche begannen. Reformation und Gegenreformation bestimmten das Geschick des Ordens und der Kirche.

1817 wurde die Kirche endgültig der evangelischen Gemeinde übergeben. Unter anderem zeugt der historische Nepomukaltar vom katholischen Erbe der Stadtkirche. Auch dieser muss möglicherweise saniert werden.

Wie genau die Stadtkirche einst aussehen soll, ist noch nicht klar. Doch bis 2017, dem Jubiläum der Reformation, soll alles fertig sein. Für aktive Mitarbeit und Spenden ist der Förderverein dankbar. • Nächstes Treffen: Montag, 4. Juni, 19.30 Uhr, Stadtkirche. • Kontakt über Dekanat Fritzlar, Tel. 0 56 22/16 25.

Von Olaf Dellit

Quelle: HNA

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