Insolvenzverfahren beantragt

Ferienparadies am Silbersee in Schieflage

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Ferienhäuser im Wohnpark am Silbersee. 

Frielendorf. Erneut gibt es Unruhe im Frielendorfer Ferienwohnpark am Silbersee: Eine Gruppe hat jetzt die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beantragt. 

Drei Gruppierungen vermarkten dort Ferienhäuser. Eine davon – die Ferienparadies-Silbersee-GmbH mit den Geschäftsführern Jürgen Monstadt und Manfred Krakau – hat jetzt die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beantragt.

Wegen Differenzen der Geschäftsführung mit den übrigen Gesellschaftern (Eigentümer der Ferienhäuser) sei ein Zahlungsnotstand eingetreten, begründet der Marburger Rechtsanwalt Manfred Böhm diesen Schritt. Er wurde vom Amtsgericht Marburg zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Hinzu kämen Abrechnungsschwierigkeiten, gesellschaftsrechtliche Probleme, aber auch eine Erkrankung Monstadts. Die finanzielle Situation der Gesellschaft: "Nicht defizitär, aber auch nicht gewinnbringend."

Nach Angaben Böhms hatte die Ferienparadies-Silbersee-GmbH zuletzt 15 Wohneinheiten für deren Eigentümer verwaltet. Ursprünglich seien es 38 gewesen. Betroffen von dem vorläufigen Insolvenzverfahren sind sieben Angestellte, darunter eine Vollzeitkraft.

Ursprünglich war der Ferienwohnpark genossenschaftlich geführt gewesen. Nach der Insolvenz der Genossenschaft vor sieben Jahren wurde der Ferienwohnpark von drei Gruppen betrieben, die immer wieder durch Streitereien auf sich aufmerksam machten (wir berichteten). Inzwischen habe sich zumindest das Klima seiner Gesellschaft mit dem Verein Tourismusförderung Silbersee gebessert, bestätigt Dietrich Hahn. Er ist Geschäftsführer der Ferienwohnpark-Silbersee-GmbH, der Nachfolgerin der ursprünglichen Genossenschaft, die 60 von insgesamt 100 Wohneinheiten am Silbersee betreibt. Hahn will nun auf die Hauseigentümer der sich in Schieflage befindlichen Ferienparadies-Gesellschaft zugehen und Angebote für den Betrieb deren Ferienhäuser machen. 

Quelle: HNA

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