Ferienpark Hausen soll eine Mischung aus Ferienhäusern und festen Wohnungen werden

Ferienpark wieder in der Debatte

Befürchtet massive Einbußen: Ilse Ruhrig in ihrem Lokal am Ferienwohnpark Hausen. Foto: Orth

Oberaula. Die geplante gleichzeitige Nutzung des Ferienparks in Hausen als fester Wohn-Standort und zur Vermietung der Ferienhäuser stand wieder zur Debatte in der Oberaulaer Gemeindevertretung. Nun soll nach einer erneuten Änderung der Bebauungsplan noch einmal für einen Monat offen gelegt und dann beschlossen werden.

90 Häuser stehen in dem Park. Drei Viertel nutzen die Eigentümer mittlerweile als festen Wohnsitz. Das soll mit der Änderung im Bebauungsplan legalisiert wissen, sagte Bürgermeister Klaus Wagner. Allerdings soll es auch weiter möglich sein, dort Ferienhäuser zu vermieten.

Einwände gab es erneut aus der SPD-Fraktion. Fraktionschefin Marianne Hühn warnte vor rechtlichen Konsequenzen. Nach ihrem Ermessen sei eine Rechtssicherheit in der Baunutzungsordnung nicht eindeutig gegeben. Es bestehe die Gefahr von Schadensersatzforderungen, die die Gemeinde nicht tragen solle. Deshalb werde sie nicht zustimmen. Sie verlangte in einem Antrag eine rechtliche Prüfung durch den Hessischen Städte- und Gemeindebund.

Der sei schon in Auftrag, sagte Bürgermeister Klaus Wagner. Parlamentsvorsteher Dieter Groß ließ trotzdem über den Antrag der SPD abstimmen, den das Parlament einstimmig annahm. Hühn verlangte eine namentliche Abstimmung über die Änderungen und den Beschluss zur Offenlegung. Außer ihr stimmte ein SPD-Mitglied dagegen, und es gab eine Enthaltung. Ein SPD-Mitglied war wegen Befangenheit von der Abstimmung ausgeschlossen, weil er mit der Betreiberfamilie des Gasthauses verwandt ist. Die gesamte CDU stimmte den Änderungen zu.

Wirtsfamilie verärgert

Die Wirtsfamilie der Hessenstube befürchtet durch die Änderungen großen wirtschaftlichen Schaden und hat Rechtsanwalt Roland Hühn sowie einen weiteren Anwalt vom Hotel und Gaststättenverband beauftragt, ihre Interessen zu vertreten. In der Folge des Streites mit Familie arbeitete die Gemeinde Änderungen in den Bebauungsplan ein, die aufgrund der Einwände der Anwälte erfolgten. Sie betreffen den Betrieb des Ferienparks und der Gaststätte.

Von Christine Thiery

Quelle: HNA

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