Rund 150 Modellflugzeuge auf dem Graner Berg: Festival der Mini-Flieger

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Rasant: Reinhold Wonnemann aus Herzebrock mit seinem Eigennachbau eines Lavi-Düsenjägers.

Wolfhagen. Als Reinhold Wonnemann aus dem westfälischen Herzebrock sein von einer Frank-Turbine angetriebenes Modell eines israelischen Lavi-Jets über den Graner Berg donnern ließ, zogen die Besucher der Modellflugtage am Wochenende auf dem Graner Berg die Köpfe ein.

Der kleine Himmelsflitzer, für dessen Bau Wonnemann nicht nur ein halbes Jahr seiner Freizeit opferte, sondern auch 8000 Euro investierte, drehte phasenweise mit der Höchstgeschwindigkeit von 330 Stundenkilometern seine Runden.

Vom Jet bis zum Helikopter

Der Lavi-Jet war aber nur ein Hingucker bei den von der Sparte Modellbau der Luftsportvereinigung (LSV) Wolfhagen veranstalteten zweitägigen Wolfhager Modellflugtage. Etwa 150 Flugobjekte – vom Jet bis zum Helikopter – hatten die Tüftler und Piloten aus ganz Deutschland mitgebracht.

Faszinierend: Clemens aus Fuldabrück und Mila aus Viesebeck waren von den gar nicht so kleinen Himmelsflitzern beeindruckt.

Und sie zeigten sie nicht nur am Boden, sondern ließen sie auch in den Himmel steigen. Die Piloten waren gern gekommen, da sprach Reinhold Wonnemann allen Modellbauern und Piloten aus der Seele, denn der Graner Berg ist ein idealer Ort zum Ausüben ihres Hobbys. Nonstop konnten sie nämlich ihre Maschinen sowohl am Samstag wie auch am Sonntag täglich acht Stunden lang fliegen lassen.

„Mir fallen ständig noch Verbesserungen ein, die ich technisch umsetzen will.“

Bernd Gerhardt aus Hofgeismar war das erste Mal bei den Wolfhager Modellflugtagen. Er hatte seinen 5000 Euro teuren Eigenbau nach Originalplänen einer Passagier-Dragonrapide DH 89 H mitgebracht. „Die Atmosphäre und das gesamte Umfeld sind hier einfach super, beim nächsten Mal bin ich wieder dabei“, sagte er.

Reinhold Wonnemann hatte neben seinem Lavi-Jet noch ein besonderes Schätzchen mitgebracht: das Modell eines Messerschmidt-Düsenjägers BF 109 mit einer Flügelspannweite von 3,30 Meter und einem elf PS starken Boxermotor. „Der Flieger hat fast 20 Jahre auf einem Dachboden in Dortmund sein Dasein gefristet, ehe ich ihn wieder auf Vordermann gebracht habe.“

Wieviel Leidenschaft und Herzblut Modellbauer in ihr Hobby investieren, dafür ist Alfons Gabsch aus Scherfede ein Beispiel. Vor zwölf Jahren begann er mit dem Bau seines weißen Falken. „Ganz zufrieden bin ich aber immer noch nicht, mir fallen ständig noch Verbesserungen ein, die ich technisch umsetzen will.“

150 Modellflugzeuge auf dem Graner Berg

Ein Höhepunkt der Wolfhager Modellflugtage war vor dem Hintergrund eines Feuerwerks ein Nachtfliegens mit illuminierten Maschinen. (zih)

Quelle: HNA

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