Festivalvorbereitungen: Die Rocker vom Hahn

Edermünde. Der Rock am Hahn geht in seine sechste Runde: Seit Anfang der Woche steht auch das Line-up. Der Edermünder Jugendausschuss hat in den vergangenen Wochen die Bewerbungen gesichtet. Sieben von 30 Bands sind übriggeblieben. Die sollen am Samstag, 27. August den Hahn in Holzhausen rocken.

„Mit der Bandauswahl wollen wir ein gemischtes Publikum ansprechen“, sagt Marcel Klitsch vom Jugendausschuss.

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Karten kann man über Facebook vorbestellen. Einfach nach „Rock am Hahn“ suchen. Andere Vorverkaufsstellen sind das Rathaus in Holzhausen und in zwei Wochen über die Internet-Seite des Festivals. Termin des Festivals: Samstag, 27. August, Eintritt sechs bis acht Euro.

Der 22-Jährige ist schon ein alter Hase, wenn es um die Veranstaltung geht. An Nachwuchs gibt es aber keinen Mangel. Der Jüngste ist derzeit 15 Jahre. Ein Problem bei der Bandauswahl sei dies aber nicht. „Sogar Stephan Wassmuth fand dieselben Bands gut wie wir“, sagt Klitsch. Der 42-jährige Wassmuth ist Ordnungsamtsleiter, Mitveranstalter und mit dem Jugendpfleger Rüdiger Nöll der Dino im Team. „Ist ja auch kein Wunder“, sagt Wassmuth, „bei der Arbeit mit euch wird man jünger.“

Grundsätzen treu bleiben

Auf einen Haupt-Act haben die Veranstalter auch in diesem Jahr verzichtet. „Wir wollen unseren Grundsätzen treu bleiben, für die Bands kein Geld zu bezahlen und dem musikalischen Nachwuchs eine Chance zu geben, sich auf einer großen Bühne mit professioneller Ausrüstung zu präsentieren“, sagt Wassmuth. Bands, die so bekannt sind, dass sie sicher ein großes Publikum anzögen, könnten schnell mal bis zu 20 000 Euro kosten. Das sei sowas von völlig utopisch für Rock am Hahn. „Wir beteiligen uns am Benzingeld“, sagt Wassmuth.

Im Band-Zelt gebe es aber natürlich auch Essen, sagt Marcel Klitsch. Wie familiär das Rock-am-Hahn-Festival ist, zeigt, dass die Mütter der Jugendlichen für das Catering sorgen und das Haldorfer Kirmes-Team übernimmt auch mal eine Arbeits-Schicht. In den vergangenen Jahren ist das Festival professioneller geworden. Es gibt zum Beispiel Buttons, Aufkleber, Taschen, Kleidung und andere Merchandising-Artikel zu kaufen.

Das Konzept passt: Bands, die einmal dabei waren, würden gerne wiederkommen. Eigentlich wollen die Veranstalter das aber nicht. „Wir machen aber auch mal eine Ausnahme. Die Kasseler Band Spit hat sich so sympathisch beworben, dass sie in diesem Jahr wieder dabei ist“, sagt Marcel Klitsch.

Die Bands im Überblick

Diese Bands haben der Jugendausschuss, Jugendpfleger Rüdiger Nöll und Ordnungsamtschef Stephan Wassmuth ausgesucht.

• Spit: Die fünf Jungs aus Kassel spielen gitarrenlastigen Arrangements mit eingängigen Melodien. Die Gruppe wurde 2004 gegründet und hat mit regionalen Größen wie Betty Ford, TV Smith und Rockstar Pussy gespielt.

• Das Quartett Blakvise aus Hannover und Kassel veröffentlichte 2010 ihre Debüt-EP „For All These Days“. Sie spielen einen Mix aus progressiver Rockmusik und wüsten Hardcore Elementen. Sie erreichten den 2. Platz beim Deutschlandfinale des „Stars in the City“-Wettbewerbs. Die Band steht beim britischen Label „Headroom Records unter Vertrag.

• Die vierköpfige Band The Bumblebee Massace kommt aus Menden, einer Kleinstadt Sauerland. Sie spielen einen tanzbaren Indie und traten bereits in Paris im legendären Gibus Club auf.

• Maxim Noise ist eine Hip-Hop-Kombo aus Neuss. Sie haben Pop-Stücke im Repertoire.

• Nirgendwo ist eine vierköpfige Gruppe aus Kassel. Die Band spielt Alternative, Grunge und Rock.

• Seven Ways kommt aus der schwäbischen Kleinstadt Gaildorf. Das Trio heizt seinem Publikum mit ordentlichem Punkrock ein. Sie selbst beschreiben sich als schnell, melodiös und abwechslungsreich.

• Toolylooly and The McBobbies bringen Ska mit halsbrecherisch gespielten Gitarren und brachialen Gesangsparts auf die Bühne, heißt es auf der My-Space-Seite der achtköpfigen Band aus dem Münsterland. (ddd)

Quelle: HNA

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