Gedächtnistrainer Roland R. Geisselhart zeigte bei der Kreissparkasse Tricks

Gedächtnistrainer in Homberg: Auf der Festplatte ist Platz

Nur nichts mehr vergessen: Zum Gedächtnistraining der Kreissparkasse in Homberg waren 160 Jugendliche gekommen. Foto: nh

Homberg. Wörter lernen, Begriffe und Zahlen merken: Roland R. Geisselhart weiß, wie es geht. Bei einer Kundenveranstaltung der Sparkasse Schwalm-Eder zeigte er am vergangenen Wochenende in der Homberger Stadthalle bei einem Vortrag und einem Workshop Kostproben seines Könnens.

Fünf Stunden lang übte Roland Geisselhart mit mehr als 100 Schülern und jungen Erwachsenen – und die meisten waren erstaunt, wie schnell man doch die stark vereinfachten Techniken lernen kann. „Sie gehen hier mit einem besseren Gedächtnis raus, als Sie reingekommen sind“, versprach der Gedächtnistrainer. Er bedauerte, dass das visuelle Gedächtnis, das Denken in Bildern, Schulkindern häufig abtrainiert werde. Denn das fotografische Gedächtnis sei näher an der Intuition und damit in der Lage, mehr Dinge zu erfassen und zu behalten.

Geisselhart beeindruckte sein Publikum, indem ihm die Zuschauer zu erledigende Dinge des alltäglichen Lebens zuriefen. Die notierte eine Mitarbeiterin der Sparkasse auf einem Flipchart hinter seinem Rücken: Die Verben reichen von duschen, spülen bis Hund ausführen. Geisselhart spulte nach einmaligem Hören alle Begriffe ab. Auch außerhalb der Reihenfolge.

Dann kamen die Zuschauer an die Reihe. Und die stellten schnell verblüfft fest, dass sie sich nach den Geisselhartschen Methoden nach nur einer halben Stunde zwölf Erledigungen und zugleich das Deutsche Grundgesetz von Artikel 1 bis 12 merken konnten.

Viele Methoden

Das Unterscheidungs-Vermögen sei wichtiger als das Gedächtnis, erklärte der Referent. Das Vokabeln lernen falle leichter, wenn die Lernmethoden abgewechselt werde. Dabei könne auch moderne Technik helfen – zum Beispiel der MP3-Player. Einfach die Vokabeln aufsprechen und abends beim Einschlafen noch mal anhören und in Ruhe die Vokabeln im Buch mitlesen.

Auch das tägliche Aufschreiben von Vokabeln auf Kärtchen sei eine zeitsparende Methode. Für schwer lernbare Vokabeln empfiehlt er anschauliche Ersatzworte. „Das lateinische Wort für liegen heißt cubare. Stellen Sie sich einfach eine Kuh auf der Bahre liegend vor“, so Geisselhart.

Er zerstreute alle Bedenken, man könne womöglich an die Grenzen des Gedächtnisses stoßen. Die Festplatte, die jeder im Kopf habe, sei noch lange nicht voll. Selbst den Inhalt einer Industriemeisterausbildung könne man sich mit assoziativer Geschichtsverknüpfung merken. Ob Vokabeln oder chemische Elemente: „Merken Sie sich pro Silbe ein Bild“, riet Geisselhart. (red) www. geisselhart-Lernen.de

Quelle: HNA

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