Fünf Einsatzkräfte verletzt

Zerstörte Textilfabrik: Feuerwehr kämpft noch immer gegen die Glut

+
Lagerhalle steht am 31.07.2013 in Alsfeld in Flammen. Nach ersten Erkenntnissen wurden in der Halle einer ehemaligen Kleiderfirma brennbare Flüssigkeiten wie Grillanzünder und Brennspiritus gelagert.

Alsfeld. Derzeit sind weiterhin 50 Feuerwehrleute im Einsatz, um die Überreste der abgebrannten Lagerhalle in Alsfeld abzulöschen. Am Mittwoch waren fünf Feuerwehrleute leicht verletzt worden. Die Löscharbeiten sollen noch am Donnerstag und Freitag andauern.

Die Bundesstraßen 49 und 62 sind im Innenstadtbereich Alsfelds immer noch gesperrt.

Nach Angaben des Kreisbrandinspektors Werner Rinke war der Brand einer der größten der vergangenen Jahrzehnte im gesamten Vogelsbergkreis. Auf einer geschätzten Größe von zwei Fußballfeldern war das Feuer am Mittwochmorgen um 5 Uhr ausgebrochen. Das Feuer breitete sich auf ein angrenzendes Bürogebäude aus. Wegen großer Hitze mussten laut Polizei die Löscharbeiten zeitweise unterbrochen werden.

Laut Aussagen von Wolfgang Keller, Sprecher des Polizeipräsidiums Osthessen sei die Lagerhalle, in der Spiritus und Grillanzünder aufbewahrt wurden, vollständig heruntergebrannt. Durch die starke Hitzeentwicklung seien die Stahlträger des Gebäudes geschmolzen.

Zuletzt aktualisiert um 10.25 Uhr

Derzeit halten 50 Einsatzkräfte der Feuerwehrs Wache: „Die Glut hält sich hartnäckig“, sagte Keller. Die Einsatzkräfte löschen Glutnester ab. Insgesamt waren 300 Feuerwehrleute aus zehn Wehren im Einsatz. Neben der Feuerwehr aus Alsfeld, Lauterbach, Homberg, Romrod, Kirtorf, Werksfeuerwehr Ferrero Stadtallendorf, Neustadt, Fulda, Werksfeuerwehr STI, Werksfeuerwehr Infraserve Höchst waren auch Rettungskräfte sowie der DRK-Versorgungszug waren vor Ort.

Problematisch gestaltete sich die Wasserversorgung, mit Hilfe des THW und starker Pumpen wurden Löschwasser aus der Schwalm gesaugt. Die Schläuche zogen sich durch die Alsfelder Innenstadt. 20.000 Liter Löschschaum verbrauchten die Einsatzkräfte.

Erich Ruhl, Pressesprecher des Landkreises sprach von „einer sehr koordinierten Arbeiten der Feuerwehren.“ Das DRK und Anwohner versorgten die Einsatzkräfte mit Essen und Trinken.

Warum der Brand in der ehemaligen Kleiderfabrik Bücking ausgebrochen war, steht zur Zeit noch nicht fest. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen, Sachverständige werden hinzugezogen. Die 40 Meter hohe Rauchsäule über Alsfeld war am Mittwoch kilometerweit zu sehen. Der entstandene Sachschaden soll in Millionenhöhe gehen. (cls)

Feuer zerstört Textilfabrik in Alsfeld

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare