Feier und Spendenaktion in der Johannisnacht für Orgel 

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Noch viel vor: Bis zum Fest wollen die Konfirmanden die alten Kirchenpfeifen bemalen und dann versteigern. Eine der Pfeifen zeigt Pfarrerin Sabine Koch.

Hebel. Die Sommersonnenwende markiert mit dem längsten Tag des Jahres den Beginn des Sommers. Und das ist einer von zwei Gründen, um die kürzeste Nacht des Jahres zu feiern, findet Pfarrerin Sabine Koch aus Hebel.

Der zweite Grund ist die anstehende Sanierung der Kirchenorgel. Denn die ist seit 40 Jahren nicht mehr gereinigt worden und der Staub setzt der Noeske-Orgel langsam aber sicher zu. Da die Wartung des großen Instruments die kleine Kirchengemeinde etwa 15.000 Euro kosten wird, ist die Idee zu einem Johannisfest im Duftgarten der Kirche in Hebel entstanden.

Gefeiert wird am Samstag, 23. Juni – mit Feuergeschichten, die Autorin Susanne Niemeyer vortragen wird.

Geschichten und Gitarren

„Viele werden Susanne Niemeyer kennen, denn sie hat die Texte des anderen Advents geschrieben“, sagt Sabine Koch. Außerdem werde es klassische Gitarrenklänge zu hören geben. Dafür sorgen Katja Wolf und Mario Raic. Passend zum stimmungsvollen Feuer gibt es Holundersekt. Für die Dekoration wird Antje Friedel sorgen und auch die Konfirmanden haben sich etwas Besonderes ausgedacht. Denn einige Orgelpfeifen der alten Orgel stehen noch in einer Kammer der Kirche. Diese werden die Konfirmanden in den nächsten Tagen bemalen und in der Johannisnacht meistbietend versteigern. „Das ist eine tolle Sache“, freut sich die Pfarrerin über das Engagement.

Stühle zum Mitnehmen

Die Besucher der Johannisnacht in Hebel können übrigens auf roten Kissen oder auf Holzstühlen sitzen. „Die Stühle sind die ausrangierten Sitzgelegenheiten aus dem Gemeindehaus und können nach dem Fest sogar mit nach Hause genommen werden“, sagt Koch und ergänzt. „darauf haben schon viele Konfirmanden-Generationen gesessen.“ Im Gemeindehaus gebe es jetzt neue Stühle und die alten werden nicht mehr benötigt.

Die Feuergeschichten seien übrigens sehr häufig auch Kampfgeschichten, sagt Koch. Sie hat schon Johannisnächte in Estland – wo die Feiern ihre Tradition haben – erlebt. Denn die Pfarrerin hat dort einige Zeit gelebt.

„Diese Feiern sind etwas ganz Besonderes“, sagt sie und mit dem ersten Johannisfeuer im Duftgarten holt sie ein Stück dieser Tradition auch nach Hebel.

Von Maja Yüce

Quelle: HNA

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