Feuer, Raketen und Vermisste: Feuerwehrübung im Frielendorfer Gewerbegebiet

Übung: Die Frielendorfer Feuerwehrmänner begannen eine einklemmte Person aus einem brennenden Auto zu retten. Foto: privat

Frielendorf. Raketen schossen in den Nachthimmel und Flammenbälle stiegen über einem verunfallten Auto auf: Am Donnerstagabend wurden der Löschbezirk 1 der Feuerwehr Frielendorf zu einer unangekündigten Alarmübung mittels Sirenen und Funkmeldeempfänger gerufen.

Schon auf der Anfahrt zum Übungsobjekt, der großen Produktionshalle der Firma WoWo im Frielendorfer Gewerbegebiet, bot sich den Feuerwehren aus Frielendorf, Todenhausen, Spieskappel und Linsingen ein imposanter Anblick. Pyrotechniker der Feuerwehr Homberg hatten ganze Arbeit geleistet und ein realistisches Übungsbild erstellt.

Parallel zu der Explosion im Außenbereich war es in der Betriebshalle in einem Bürocontainer zu einem Brand gekommen und mehrere Personen wurden in dem weitläufigen Gebäude vermisst.

Da sich in der unmittelbaren Nähe des brennenden Autos auch Kanister und Fässer mit Gefahrgutkennzeichnung befanden, ging Markus Richter, Fahrzeugführer des Hilfeleistungslöschfahrzeugs der Feuerwehr Frielendorf von eine Gefahrgutlage aus.

Umgehend legte er einen Absperrbereich fest und befahl den Einsatzkräften das sämtliche Tätigkeiten am Fahrzeug, auch die Arbeit mit Schere und Spreizer, unter Atemschutz durchzuführen. So waren viele Atemschutzgeräteträger gebunden und wurden nicht mehr bei der Personensuche im Gebäude eingesetzt.

Große Herausforderung

Das Szenario erwies sich als große Herausforderung für die knapp 30 Feuerwehrangehörigen und relativ schnell wurde der Einsatzleitung um den Spieskappler Wehrführer Daniel Schmitt klar, dass die eingesetzten Kräfte allein nicht ausreichen. Dementsprechend wurde zunächst der Schwerpunkt auf das brennende Auto und die eingeklemmte Person gelegt und danach wurden die Vermissten in der Halle gesucht.

In der abschließenden Besprechung waren sich aller Führungskräfte einig: Hätte es sich um einen echten Einsatz gehandelt, wäre die Alarmierung weiterer Ortsteil-Feuerwehren notwendig gewesen. Erschwerend kommt hinzu, dass leider auch abends aufgrund der teilweise angespannten Personalsituation in manchen Feuerwehren nicht immer eine ausreichende Anzahl an Feuerwehrleuten zur Verfügung steht.

Von Matthias Haaß

Quelle: HNA

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