Feuerwehr übte mit Kindern an der Malsfelder Astrid-Lindgren-Schule

Eile tut Not: Interessiert verfolgten die Kinder das Treiben der Feuerwehrleute.

Malsfeld. Großes Kompliment an die 117 Schüler der Astrid-Lindgren-Schule in Malsfeld: Sie haben das Schulgebäude vorbildlich diszipliniert verlassen, als es für eine Übung hieß, es brenne.

Ein Feuer in einem Trakt war für eine große Übung angenommen worden, bei der 25 Angehörige der Feuerwehr Malsfeld einmal mehr ihr Können unter Beweis stellten. Die Übung ist Teil der Brandschutzerziehung, mit der die Feuerwehr im Januar begonnen hat und die ab Mai auch in den Kindergärten startet„

Hilfe, Hilfe, bitte helft mir.“ Alena Lewandowski steht im Obergeschoss am Fenster, unter ihr quillt starker Rauch aus dem Schulgebäude. Die Schüler haben nach dem von Hausmeister Uwe Jungermann ausgelösten Alarm unter Leitung ihrer Lehrer das Gebäude schnell, aber ohne Hektik verlassen. Nur die Praktikantin hat es nicht mehr geschafft. Sie ist von den „Flammen“ eingeschlossen.

Feuerwehr Malsfeld übte mit Kindern der Astrid-Lindgren-Schule

Die mit Tatü-Tata eintreffenden Feuerwehrleute kümmern sich sofort um die junge Frau: „Bleiben Sie ruhig, wir werden Ihnen sofort helfen.“ In wenigen Sekunden ist die Steckleiter aufgestellt, Feuerwehrmänner retten sie angeseilt über die Leiter. Die Drehleiter aus Melsungen ist erst später am Einsatzort.

Ein Schüler wird laut Übungsszenario vermisst. Den Verletzten, eine Puppe, retten die Einsatzkräfte unter schwerem Atemschutz. Inzwischen prasselt Löschwasser auf das „brennende“ Gebäude. Feuerwehrfrau Daniela Stegemann erläutert den Kindern jeden Schritt der Übung: „Ich mache das kindgerecht ohne Fachbegriffe.“

Sie gehört zu den Feuerwehrleuten, die seit Januar ungezählte Fragen der Kinder beantworten. Dabei hatte sich herausgestellt, dass viele Kinder schon wissen, worauf es im Ernstfall ankommt. „Eins, eins, zwei - und die Feuerwehr kommt herbei.“ Die Kinder wissen, dass die Notrufnummer 112 der Schlüssel zur schnellen Hilfe ist.

Dass es eine Übung geben würde, war den Kindern bekannt. Der Termin aber war geheim gehalten worden. Bei der Übung klappte alles. „Das ist super gelaufen“, freute sich am Ende Schulleiter Frank Eberlein: „Die Kinder waren sehr diszipliniert. Sie haben Ruhe bewahrt, haben ohne Angst das Licht ausgemacht, die Türen geschlossen, ohne Stress das Gebäude verlassen. Das war super.“ „Ein herzlicher Dank an die Feuerwehr“, sagte Eberlein auf dem Schulhof.

Der Brandschutzunterricht sei sehr gut angekommen, freut sich Daniela Stegemann: „Viele Kinder haben gesagt, es war doch so schön, Ihr könnt jede Woche kommen.“

Am Ende ist auch Gemeindebrandinspektor Oliver Garde zufrieden. Er leitete die Übung. Und Garde war sich einig mit dem Schulleiter: „Schön wäre, wenn die Kinder die Begeisterung mitnehmen und in die Kinder- und Jugendfeuerwehr eintreten.“

Von der Feuerwehr, sagt Eberlein, „geht immer Faszination aus. Feuerwehr ist ganz wichtig innerhalb einer Gemeinschaft.“ (m.s.)

Quelle: HNA

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