Feuer in Holzlager nahe Bahndamm - Feuerwehr vermutet Brandstiftung

Meterhohe Flammen: Lichterloh brannte am Sonntagmorgen ein Holzschuppen am Bahndamm zwischen Gensungen und Mittelhof. 30 Raummeter Holz waren dort gelagert. Polizei und Feuerwehr gehen von Brandstiftung aus. Fotos:  Wenderoth

Gensungen. Schaden in Höhe von 5000 Euro entstand am Sonntag gegen 8 Uhr bei einem Brand am Bahndamm zwischen Gensungen und dem Mittelhof. Außerdem musste der Bahnverkehr zeitweise eingestellt werden.

Ein Schuppen, in dem trockene Holzscheite gelagert waren, stand lichterloh in Flammen. Da es an beiden Seiten des 17 Meter langen Unterstandes brannte, nicht aber im Mittelteil, gehen Polizei und Feuerwehr von vorsätzlicher Brandstiftung aus.

Im Bereich der Brandstelle befinden sich Schrebergärten und kleinere Lagerschuppen zwischen Wirtschaftsweg und Bahndamm. Die Flammen schlugen bis zu 20 Meter hoch – auch gefährlich nah an die Oberleitung der Main-Weser-Zugstrecke. Aus diesem Grund entschied die Deutsche Bahn, den Verkehr auf diesem Abschnitt der Bahnlinie komplett einzustellen und schaltete auch die Oberleitung ab.

Um an die Flammen zwischen den sehr eng gestapelten 30 Raummetern Holz heran zu kommen, löschte die Feuerwehr Felsberg, die unter der Leitung von Stadtbrandinspektor Klaus Siemon vor Ort war, zuerst mit Schaum. Allerdings flammte das Feuer in dem trockenen Holz immer wieder auf.

Daher baute die Wehr eine Schlauchleitung zu einem einhundert Meter entfernten Bach auf. Erst als die Holzscheite durch die Feuerwehrmänner von Hand auseinander gelegt waren und mit massivem Wassereinsatz aus zwei Strahlrohren abgelöscht wurden, bekam sie die Flammen in den Griff und das Feuer konnte gelöscht werden.

Auch zwei Obstbäume, die in unmittelbarer Nähe standen, wurden ein Raub der Flammen. Den gesamten Sonntag wurde von der Feuerwehr immer wieder Wasser auf die Holzscheite gespritzt, um ein Aufflackern der Flammen zu verhindern.

An der Einsatzstelle ermittelten auch Beamte der Bundespolizei und der Notfallmanager der Bahn. Ab 8.40 Uhr wurde die Bahnstrecke wieder eingleisig freigegeben und ab 9 Uhr passierten die ersten Züge die Brandstelle im Schritttempo. Die Experten gehen davon aus, dass die unbekannten Täter vermutlich Brandbeschleuniger benutzten. Das Feuer sei nicht allein mit einem Streichholz zu entfachen gewesen, so das Urteil der Fachleute. Aus diesem Grund bittet die Polizei Melsungen, Personen die etwas Auffälliges beobachtet haben, um Hinweise unter Tel. 0 56 61 / 708 90.

Quelle: HNA

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