Nach Feuer: Eigentümer der Weißenthalsmühle bei Niedenstein stehen vor dem Nichts

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Viel los am Einsatzort: 55 Feuerwehrleute kämpften stundenlang gegen die Flammen. Die niedrigen Temperaturen erschwerten die Arbeit. Das Haus war nicht mehr zu retten (kleines Bild). 

Niedenstein. Corinna Schulze und Volker Günter stehen vor dem Nichts. Das Betreiberpärchen der Weißenthalsmühle hat nicht einmal mehr ein Dach über dem Kopf.

In der Nacht zu Sonntag zerstörte ein Feuer das Wohnhaus der beiden. Erst vor zwei Jahren war das Gebäude des Ausfluglokals und die Wohnung der beiden Opfer der Flammen geworden.

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„Wir können doch nicht schon wieder von vorne anfangen“, sagte Corinna Schulze am Sonntag unter Tränen. Ihr gesamtes Habe sei verbrannt, alle persönlichen Dinge, die ihnen geblieben seien.

Ohne Strom und Wasser stehe das Lokal jetzt da. Die Kläranlage werde wohl auch nicht mehr funktionieren. Pferde und Katzen müssten versorgt werden, und sie wüssten nicht einmal, wo sie jetzt schlafen sollten. Bei den Schwiegereltern und den Töchtern sei kein Platz. „Wahrscheinlich müssen wir vorerst in ein Hotel“, sagt Corinna Schulze.

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Erfahren hätten sie von dem Feuer auf dem Rückweg von einem Ausflug nach Bad Karlshafen. „Wir waren fassungslos. Das glaubt doch kein Mensch, dass es das Schicksal zweimal so hart mit einem meinen kann.“ Hoffentlich werde es im Ort kein Gerede geben. Sie könne verstehen, dass zwei Bränden in den vergangenen zwei Jahren seltsam anmuteten. Aber wer auch nur einmal erlebt habe, was es bedeutet, alles zu verlieren, wolle dies sicher kein zweites Mal. Sie bräuchten jetzt Unterstützung, denn die Lage sei katastrophal. Sie wüssten ja nicht einmal, ob sie im kommenden Jahr wieder öffnen könnten.

Quelle: HNA

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