Wolfhager Erzieherinnen absolvierten einen Brandschutz-Helferkurs

Mit Feuereifer bei der Sache

Lehrreich: Lars Wiegand erklärt Erzieherin Elvira Weber den sicheren Umgang mit dem Feuerlöscher. Foto: Triesch

Wolfhagen. An einem Brandschutz-Helferkurs nahmen kürzlich rund 50 Erzieherinnen des Landkreises Wolfhagen teil. In theoretischen und praktischen Einheiten wurde den Teilnehmern aus sieben Kindergärten der Region gezeigt, wie schnell ein Feuer ausbrechen kann, wie man dieses verhindert und – wenn doch einmal etwas passiert – wie man sich richtig verhält und einen korrekten Notruf absetzt.

Auf dem Übungsgelände der Freiwilligen Feuerwehr ging es dabei heiß her: So lernten die Teilnehmerinnen den sicheren Umgang mit den Feuerlöschern und durften Brandsituationen aktiv bekämpfen. „Bei dieser Übung ist es wichtig, ein Gefühl für das Verhalten des Brandes und die Rauchentwicklung zu bekommen“, sagt Stefan Tripp von der Freiwilligen Feuerwehr Wolfhagen.

„Wie sinnvoll solch ein Kurs sein kann, merkt man unter anderem daran, dass es immer wieder Teilnehmer gibt, die sich nicht so recht trauen, einen Feuerlöscher zu benutzen“, erläutert Tripp weiter. „Aber nur wer weiß, wie etwas funktioniert, der kann im Ernstfall richtig reagieren.“

Dem Training und der theoretischen Veranstaltung folgte ein 20-minütiger Film über den Feuerwehreinsatz vom Brand bis zur Rettung. „Die Feuerwehr Wolfhagen ist keine Berufsfeuerwehr“, schildert Uwe Kreisel. „Es ist uns daher wichtig, mit dem Film auch ein wenig Aufklärung über die Arbeit der freiwilligen Helfer zu betreiben und den Ablauf eines Arbeitseinsatzes zu veranschaulichen.“ Und das ist gelungen: Die interaktiven Pausen, in denen die Teilnehmer den Notruf aus dem Film nachspielten oder sich der Raum plötzlich mit Nebel füllte und die Einsatzkräfte aktiv wurden, verdeutlichten die Vorgehensweise der Feuerwehrmänner vor Ort. Auch die Gefahrenquellen wurden analysiert.

„Wie im Film geschieht auch im realen Leben fast jeder vierte Brand in Privathaushalten durch elektrische Haushaltsgeräte“, sagt Kreisel. Besondere Gefahren gehen von Heizgeräten, Heizkissen, Heizdecken, Bügeleisen und Kühlschränken aus. „Die giftigen Brandgase können tödlich sein“, sagt Kreisel. „Darum können selbst kleine Brände zur lebensbedrohenden Gefahr werden.“ Vor allem schlafende Menschen sind gefährdet. Bevor sie aufwachen, werden sie bewusstlos. Kreisel rät daher zum Einbau von Rauchmeldern. „Rauchmelder sind Lebensretter.“

von Melanie Triesch

Quelle: HNA

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